Donnerstag, 24. Februar 2022

Krieg

 Es gibt ja so Filme, die so überspannt erzählt werden, dass man entweder mit den Augen rollt, wenn die Akteure sich hingegen jeder Vernunft und Erwartung benehmen. Oder man schreit den Fernseher an. 

Genau diesen schlechten Film haben wir in den vergangenen Wochen in Europa gesehen. Nach jahrelangen schweren Konflikten zwischen Russland und der Ukraine hat der Psychopath aus dem Osten erneut der Welt bewiesen, dass alle Diplomatie und Verträge nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Demokratie und Souveränität sagen ihm eh nichts, denn er ist ein Despot und Diktator und strebt danach Russland weiter auszubauen und nur die eignen Interessen durchzusetzen.

Also hat er vor den Augen der westlichen Welt einen Krieg vorbereitet. Und wir haben zugesehen.

Wir rechnen ca. 90 Jahre zurück, als ein inzestuöser Bastard eine ähnliche Show in Europa abgezogen hat. Bis heute beteuern wir alle, dass sich so etwas ja nicht wiederholen kann. Aber Putins Schlägertrupps töten weltweit ungeniert Menschen, holen Flugzeuge vom Himmel, manipulieren Wahlen, führen Cyberkriege. Das Gesicht des Kriegs, den Russland schon lange gegen die Welt führt hat ein anderes, als die Grabenkämpfe in der Normandie. Aber Geschichte wiederholt sich bekanntermaßen. Und nun fallen sogar wieder Bomben in Europa. Putin kennt kein Halten mehr.

Die Ukraine soll sich nicht weiter mit dem Westen verbünden, sondern ins vereinte Russland zurück kehren. So devot wie Lukaschenko wollte die Ukraine aber nicht sein. Also spricht Putin der Ukraine sogar ihre Existenz ab und scheut sich auch nicht von Genozid zu sprechen. Alle Argumente Putins sind an den Haaren herbei gezogen. Er hat die Unruhestifter in die  Ostukraine eingeschleust und für Krieg gesorgt. Dann entscheidet er mal eben, die angeblichen Separatistengebiete anzuerkennen und bietet ihnen natürlich, ganz der Schützer der Freiheit, Hilfe an, wenn sie nur Fragen. Und  - Huch, so ein Zufall - da stehen ja gerade 150.000 Soldaten in der Nähe rum. 

Jemand der beteuert seine Soldaten abzuziehen, während diese ihre Waffen laden, jemand der immer wieder Staatsgebiete verletzt und gewaltsam übernimmt (wir erinnern uns an die Krim und an Georgien), jemand der auf sämtliche Friedensabkommen scheißt, jemand der  durch seine Geiseln (Weißrussland) seinen Nachbarn mutwillig Schaden zufügt, dem kann man künftig nicht mehr vertrauen. 

Putin hat der Welt mal wieder ins Gesicht gefurzt. In seinem eigenen Land macht er sich keinen geschichtsträchtigen Namen. Russland leidet seit langem unter schwacher Innenpolitik und Unterdrückung. Also muss er den skandalösen und blutige Weg gehen und ermordet Menschen, um sich seinen Eintrag in die Geschichtsbücher zu sichern.

Putin ist ein schwer psychisch kranker Mann, der sich sogar selbst innerhalb seiner Beraterkreise isoliert hat. Sein gesamtes Verhalten in den letzten Jahren wäre eine Bilderbuchstudie für diverse psychische Störungen. 

Und trotzdem hat er die Macht über wirtschaftliche und militärische Ressourcen, die der Welt großen Schaden zufügen können. Nicht zuletzt die fortwährenden wirtschaftlichen Verbindungen zum Westen haben das aber auch erst möglich gemacht. Denn selbst jetzt, wo Sanktionen verhängt werden und die westliche Welt sich empört zeigt, klingen in Nebensätzen die Wünsche durch, das russische Gas solle aber natürlich weiter fließen. Dabei wären Sanktionen in diesem Bereich wirklich schmerzhaft für Russland.

Zum Preis eines warmen Heimes sieht man aber weiter zu, wie Putin immer wieder jegliche Grenzen überschreitet. Noch sind es ja nicht die Grenzen der EU, noch stehen die Panzer nicht vor der eigenen Haustür. Aber man muss sich da realistisch dem Problem stellen. Russland hat bisher trotz enormer Verletzungen von Völkerrecht keine derart empfindliche Strafen erhalten, die weitere Überfälle auf Nachbarländer verhindert hätten. In den vergangenen Tagen wurde mehr über die Auswirkungen von Sanktionen gegen Russland auf die deutsche Wirtschaft diskutiert, als über die Menschen, die keine zweitausend Kilometer von hier getötet werden. 

Es ist nicht so, dass wir aus dieser Sache ungeschoren rauskommen können. Wir haben Handel mit dem Despoten betrieben und wenn wir unsere Grundwerte nicht aufgeben wollen, müssen wir sie jetzt verteidigen. Vielleicht zunächst noch nicht mit der Waffe in der Hand, weh tun wird es dennoch. Börsen reagieren und treffen damit jeden, Gaspreise werden steigen und manche Waren nicht verfügbar oder absetzbar sein. Aber es gibt keine Alternative, denn wir wollen nicht in ständiger Angst vor Krieg leben. Stattdessen muss sich Deutschland, Europa und die Welt fragen, ob es künftig noch irgendeine wirtschaftliche Verbindung zu Russland geben kann und Alternativen zum Beispiel zum russischen Gas und Öl finden. Es ist nicht unmöglich, aber die Bequemlichkeit lieber mit Diktatoren zu handeln muss jetzt enden und eine Unabhängigkeit von Schurkenstaaten aufgebaut werden.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und hat ihren Preis. Das haben wir in der Wohlstandsgesellschaft aber vergessen. Nun werden wir auf sehr unangenehme Weise daran erinnert und müssen langfristig dafür sorgen uns nicht weiter erpressbar zu machen.


Dienstag, 22. Februar 2022

22.02.2022

 Das ist mein 222. Blogeintrag.

Ganz schön viele 2er heute. Ich hatte mir den Eintrag extra für dieses Datum aufgehoben.

Das es ausgerechnet der Tag wird, an dem Putin endgültig die letzte lockere Schraube rausfällt, steht auf einem anderen Blatt...

Heute früh habe ich erst mal einen Ausflug gemacht, um mein Auto vom Händler zu holen. Die Bahn machte ihrem Ruf wieder alle Ehre und auch wenn ich einen modernen Regionalzug (sogar mit zweisprachiger Ansage) erwischte und es nicht so voll war, stand ich dann mal 30 Minuten im Nirgendwo, verpasste meinen Anschluss und musste für den restlichen Weg ein Taxi nehmen, was nochmal fast so viel wie die Fahrkarte gekostet hat. Danke Bahn, für nix. Mal wieder.

Gut aber auch, dass ich nicht gestern fahren musste, da ging sturmtechnisch nämlich gar nichts. Gleich drei Unwetter hintereinander gabs in den vergangenen Tagen nicht nur im Pott. Aber das Dach ist noch drauf auf dem Häuschen, auch wenn es sich manchmal so anhörte, als wenn das nicht mehr lange so ist. Letzte Nacht kam mir dann im Bett irgendwas sehr merkwürdig vor. Richtig, es war Stille. Zum ersten Mal seit Tagen. 

Immerhin, jetzt ist das neue Auto da. Und wunderschön ist es. Das andere geht Freitag weg. Da fiel mir dann heute früh siedend heiß ein, dass ja die Sommerreifen noch eingelagert sind. Also da auch noch einen Termin zur Abholung gemacht. 

Heute Nachmittag meldete sich dann mein neuer Chef um für nächste Woche schon mal grob den Ablauf zu besprechen. Ich gehöre Standorttechnisch jetzt in ein anderes Bundesland, was okay ist, da wir auf lange Sicht nur zwei Tage im Büro sein müssen. Aber da fiel mir gerade auch so ein, ob die wohl die gleichen Feiertage haben? Und was soll ich sagen, die haben doch tatsächlich einen ganzen Feiertag weniger. Das ist ein Skandal. 

Auch der Kostenvoranschlag von Zahnarzt hätte nicht unbedingt heute kommen müssen. Das wird auch wieder teuer. Ich gewöhne mich mal an den Gedanken, dass Balkonien oder Nordsee dieses Jahr für den Urlaub ausreichen müssen. Ostsee lassen wir wohl vorerst besser mal. 

So, zurück an die Bücher, ich prokrastiniere hier nur rum.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Freitag, 18. Februar 2022

Heizkostenschock?

 Ich mach mir ja schon seit Wochen ein bisschen Sorgen um die Nebenkosten. Das erste Jahr im neuen Heim ist fast rum und eines ist klar, von Sanierung hat man hier nicht viel gehalten. Die Heizung ist alt, die Architektur recht offen. Und den Verbrauch kann man ja erstmal nur schätzen.

Nun hatte ich glücklicherweise noch einen Vertrag gemacht, bevor die Gaspreise stiegen, also war das schon mal nicht mehr das große Problem. Aber was die Nachbarin so von ihrem Verbrauch erzählte, machte mir dann doch Sorgen. Sie zahlte mehr als doppelt so viel wie ich und musste trotzdem saftig nachzahlen. Gut, es wohnt eine Person mehr im Haus, aber durch Homeoffice bin ich dafür den ganzen Winter Zuhause gewesen. Außerdem hat sie schon neue Heizung und effizientere Fenster und eine vernünftige Haustür und sie ist in der Mitte, nicht wie ich an der Ecke und in der Windschneise. Mir schwante böses.

Also versah ich die Eingangstür mit Zugstopp und dämmendem Vorhang, das Teil ist nämlich uralt und es zieht jämmerlich. Zu Beginn des Herbst bemerkte ich, dass die Heizung  dort wie verrückt bollert und sie ließ sich auch nicht regeln. Nach Rücksprache mit dem Vermieter wurde sie dann ganz abgeklemmt, ich brauch da unten kein Tropenklima. Und der Vermieter wollte den Heizkörper natürlich nur ungern austauschen. Trotzdem kam es mir im Abstellraum am Eingang manchmal verdächtig warm vor und auch im oberen Bad habe ich Fußbodenheizung, obwohl da keine ist. Es ist einfach nur verdammt schlecht gedämmt hier und entsprechend erwartete ich eine dicke Rechnung.

Auch in den Zwischengang zur Wohnung kam noch ein Vorhang und an die Fenster, was sich durchaus bemerkbar machte. Trotzdem ging bei der großen Heizung im Wohnzimmer nur ganz oder gar nicht. Ständig ging die Heizung an und aus. Nur warm wurde sie nicht. Der herbeigerufene Montur erklärte, dass die Mamorplatten über der Heizung so doof angebracht waren, dass die Heizung sich zu schnell wieder abschaltet und ich sie nur noch höher stellen kann. Das erschien mir keine gute Lösung und so montierte ich die Platten neu und zwar so, dass das Thermometer nicht mehr überhitzt und siehe da, seitdem läuft die Heizung gleichmäßig ohne voll aufgedreht werden zu müssen. Und ich weiß jetzt, wie man diese Platten montiert. Man lernt ja nie aus.

Außerdem schaffte ich mir Raumthermometer an, um die Temperatur im Auge zu haben. Wenn man viel am Schreibtisch sitzt, friert man irgendwann und unterschätzt das. Etwas Hoffnung machte mir auch der Kammerjäger, als er auf den Dachboden stieg und meinte, es müsse wohl sehr gut gedämmt sein.

Gegen Ende der letzten Jahres machte ich dann mal einen Zwischencheck mit dem Gasanbieter und mein Abschlag war tatsächlich etwas niedrig, was ich aber schon gedacht hatte. Lockangebote nennt man sowas wohl. Der neue Abschlag sollte also noch etwas aufholen, erschien mir für 100 Quadratmeter aber immer noch nicht dramatisch. 

Nun ist die Periode also rum und erst mal bekam ich fast einen Herzinfarkt, denn im Onlineportal stand eine sehr hohe Verbrauchssumme. Die hatte ich auch nicht gemeldet und der Gaszähler sagte auch etwas ganz anderes. Nach Rücksprache mit dem Anbieter war es aber wohl nur ein Fehler. Mein Verbrauch entspricht den Erwartungen und so habe ich zwar eine kleine Nachzahlung, aber eben weil der Abschlag erst viel zu niedrig war. Im nächsten Jahr passt es locker, selbst wenn er ein kalter Winter wird. 

Puh...

Next Stop Stromlieferant, denn wegen Homeoffice und vieler Geräte war ich hier auch nicht so sicher. Allerdings hatte ich den Abschlag hier damals schon großzügiger berechnet und verwende wo immer es geht sparsame Geräte und Birnen. Und Tatsächlich habe ich nicht ansatzweise den Verbrauch. Also auch alles gut und vermutlich sogar eine nette Nachzahlung.

Also muss ich wohl nicht in der Fußgängerzone singen gehen. Obwohl, wenn mein Zahnarzt so weiter macht... Neben der kaputten Krone muss ein Implantat rein und ein anderer Zahn bröckelt auch. Das wird noch was. Immerhin habe ich nun Hoffnung, dass die schon zwei Mal rausgebrochene Krone künftig hält, denn sie war schlicht falsch montiert. War also gut, dass ich zu meinem alten Zahnarzt zurück gekehrt bin. Auch wenn ich da jedes mal 45 Minuten pro Weg fahren muss. 

Ansonsten macht sich der Pott gerade zur zweite Runde Orkan bereit. Von Mittwoch auf Donnerstag hat es hier schon gut geweht. Schlafzimmer unterm Dach mit Berglage ist da nicht gerade förderlich. Ich dachte, das Dach fliegt davon, so laut war das.

Auch wenn wir hier nur Warnstufe orange haben, gibt der Sturm schon in den ersten Minuten mehr, als was der ganze Donnerstag konnte. Das kann ja heiter werden.

Stürmische Grüße aus Ruhr York

Pottnudel




Dienstag, 15. Februar 2022

Stürmische Zeiten

Gerade scheint hier noch so unschuldig die Sonne und ich habe noch schnell die Gunst der Stunde genutzt, um alles was leicht wegfliegen kann vom Balkon zu holen. Denn während es vor Kurzem noch hieß, dass es im Norden stürmisch und hier gerade etwas ungemütlich wird, so ist die Sturmprognose nun doch ziemlich nah an Ruhr York gerutscht. 

Gleich zwei Stürme sind im Anflug und beide könnten durchaus den Titel Orkan gewinnen. Was hier gestern noch helloranges Warngebiet war ist heute schon rot bis lila. Da trösten auch die erwarteten 14 Grad nicht, wenn man nicht mal mit Stein am Bein raus kann. Da muss ich dann ja nicht unbedingt draußen umrennen und so habe ich schon mal alles erledigt für diese Woche, was  mit dem Verlassen der sicheren vier Wände zusammenhing. Und dann schauen wir jetzt mal, wo der Sturm wirklich lang zieht.

Nicht weniger stürmisch geht die politische Lage in Europa weiter. Herr Scholz stammelte zwar in der Pressekonferenz nach seinem kurzen Gespräch mit Putin von Dialog und Diplomatie, aber der Putin lacht sich wahrscheinlich gerade wieder ins Fäustchen. Marschiert mal eben mit ein paar tausend Soldaten an die ukrainische Grenze und demonstriert, was er von Souveränität und Demokratie hält. Als Erklärung nimmt er das Beispiel des Eingreifens der Nato in Jugoslawien her, nennt es selbst ein schlechtes Beispiel und schmunzelt vor sich hin, denn ihm ist klar, dass er wieder mal Eindruck auf Nato und EU gemacht hat mit seiner Aktion. 

Gut, aus seiner Sicht kann man vielleicht nachvollziehen, warum er weder das eine noch das andere direkt vor seiner Haustür haben will. Aber als Despot und Diktator von Genozid in den Separatistengebieten zu sprechen, da muss ich sagen, ich hätte die Geduld nicht gehabt, mir so einen Schwachsinn anzuhören. Selbst im Beisein der deutschen Delegation zieht Putin seine Propagandashow ab und will Freifahrtscheine erpressen. Und er hat ja nicht erst einmal Erfolg gehabt. Georgien, Krim und Syrien sind die besten Beispiele. Und so wird es vermutlich letztendlich auch dieses Mal wieder laufen. Denn vor einem Krieg würde er nicht zurück schrecken, auch wenn er weiß, dass Russland ebenso bluten würde. Wenn die Innenpolitik und Wirtschaft am Boden sind, hat ein krankes Ego nicht mehr viel zu verlieren. Immer schön im Glauben, dass wenn es knallt er ja sicher im Bunker sitzt.  Mit kriminellen Egomanen kann man nicht verhandeln und Drohungen sind nur Wind auf seinen Mühlen, denn so rechtfertigt er seine Kriegsspielchen gegenüber seinem Land. Aber sich weiter erpressen lassen wird keine Alternative für den Westen sein. Ein Krieg mit den heutigen Waffen aber auch nicht. Auch wenn jetzt angeblich ein paar Soldaten von den Grenzen abrücken sollen, vom Tisch ist die Sache noch lange nicht. Auch die Richtung dieses Sturms ist noch ungewiss.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Samstag, 12. Februar 2022

12 vom 12.02.2022

 Es ist Samstag und ich werde von der aufgehenden Sonne geweckt. Schon der zweite Tag in Folge, obwohl Regen und Schnee angesagt waren. Wetterfrösche sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. In diesem Fall ist es mir nur Recht, mir hat das Licht so gefehlt in den letzten Wochen.


Die Sonne malt Schatten auf die Wand und so sieht man mal, dass meine Wandfarbe eigentlich glitzert. Das kommt sonst so gut wie gar nicht raus.



So schön das Wetter auch ist, es ist wieder knackig kalt geworden. Und die App lügt auch, der Himmel war strahlend blau.



Da kuschel ich mich glatt noch ein paar Minuten ein und lese.


Dann treiben mich aber ziemlich fiese Kopfschmerzen aus dem Bett. Irgendwie so halb beduselt fange ich an Frühstück zu machen und Zack - Scherben.


Nach ein paar Minuten wirkt dann die Tablette und ich kann frühstücken.


Danach ist Badetasche packen angesagt, ich treffe mich mit einer Freundin im Hallenbad um ein paar Bahnen zu schwimmen. 



Es ist nicht viel los, die Sonne glitzert auf dem Wasser und die Bewegung tut richtig gut. Anschließend stehen wir noch draußen und quatschen ein bisschen. Ohne den eisigen Wind ist es richtig schön draußen. Dann knurrt uns aber beiden der Magen, also erst mal nach Hause, einen kleinen Snack genehmigen. Der Blob Vanillesoße sieht aus wie ein Herz. Ganz aufessen kann ich leider nicht. Mir wurde diese Woche ein Zahn abgeschliffen wegen einer Fehlbelastung. Der Nerv hat sich immer noch nicht beruhigt und findet kalt sehr doof. Die nächsten Minuten möchte ich mir den Zahn am liebsten selbst ziehen. Dann wird es aber schnell wieder besser. Ich hoffe der Zahn kriegt sich wieder ein, sonst steht eine Wurzelbehandlung an.


Nebenbei ein paar Nachrichten lesen. Die Ukraine-Krise ist allgegenwärtig. Mir macht das wirklich Angst, was da gerade passiert. Wenn der durchgeknallte Despot wirklich in die Ukraine einmarschiert und die Amis sich einmischen, wird es gewaltig knallen. Hier geht es längst nicht mehr nur um die Ukraine. Es kann nur eine diplomatische Lösung geben, aber die Fronten sind verhärteter den je und immer mehr Länder sind involviert. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen keiner die Nerven verliert. 


Anschließend ist putzen und aufräumen angesagt. Die Amaryllis in der Küche ist nun voll ausgeschlagen.


Danach shoppe ich ein paar Sachen im Internet. Eine Freundin ruft an und erzählt, sie hatte letzte Tage Einbrecher im Haus. In der gesamten Straße wurden wohl Wohnungen ausgespäht und eingebrochen. Da fällt mir ein, dass ich ja auch mal so einen Türalarm gekauft hatte, vielleicht benutze ich den dann auch mal jetzt.


Schließlich begebe ich mich wieder in die Küche und werfe alle Zutaten für Nudelauflauf in die Form. Und während der Ofen jetzt den Rest erledigt, schreibe ich den Blogbeitrag. Danach gehts dann auf die Couch. Ich habe fertig für heute.



Noch mehr 12 von 12 gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel




Mittwoch, 9. Februar 2022

Behördendschungel

 Alter, meine Nerven. Ich kann Ineffizienz nicht ausstehen. Hat auch sicher ein bisschen was mit meinem Beruf zu tun. Aber auch so, was bei den deutschen Behörden los ist, grenzt an Wahnsinn.

Ich habe mir ein neues Auto gekauft. Das habe ich in meinem Leben erst zwei Mal gemacht und bin da entsprechend kein Profi. Jedoch traue ich mir durchaus zu, zu einer Behörde zu gehen und ein paar Anträge zu unterschreiben, deshalb sah die Schottin in mir es eigentlich nicht ein, dafür zusätzlich 150 € zu latzen. Zumindest dachte ich so, denn die Hälfte der Summe geht schon für Gebühren drauf, die ich eh zahlen müsste. Das hätte mir der Verkäufer vielleicht mal sagen können. Naja. Also reservierte ich mir gestern mein Kennzeichen und wollte frohen Mutes einen Termin beim Bürgeramt machen, als die böse Überraschung kam. Vor dem 3. März keine Termine. Vielleicht mit Glück kann man spontan einen Termin bekommen, wenn was frei wird. Aber auf gut Glück verlasse ich mich nicht. Ohne Termin geht aber grundsätzlich nicht, wegen Corona und so. 

Und da platzte mir schon zum ersten Mal der Kragen. Seit zwei Jahren sind wir im Seuchenmodus. Trotz allem hält sich die Wirtschaft wacker und hat multiple Lösungen für die derzeitigen Anforderungen gefunden. Nur die Behörden kriegen es immer noch nicht hin einen normalen Betrieb aufrecht zu erhalten? Wenn die Unternehmen nur halb so arbeiten würden, wie die Behörden, dann wäre Deutschland sowas von pleite.

Also Online-Zulassung ausprobiert. Scheitert aber  schon im ersten Schritt an Firewall-Einstellungen, die ich trotz ausgeprägter technischer Affinität nicht hinbekam und die App ist auch für die Tonne. Also auch eine Sackgasse. Und schon die nächste Krawatte, denn wie zur Hölle soll der 0815-Bürger da durchkommen? Da stellt man für Gott weiß wie viel Kohle ein Portal hin, dass sowas von Nutzerunfreundlich ist, dass er vermutlich auch keiner nutzen wird. Steuergelder in bester Verwendung.

Also zu Kreuze gekrochen und den Händler gefragt, ob der Dienstleister da schneller durchkommt. Ja, kommt er. Innerhalb einer Woche ungefähr. Weil diese Unternehmen nämlich eine Abkürzung nehmen können, die dem normalen Steuerzahler nicht offen steht. Auch die nächste Ader am Hals schwoll bedenklich an. Aber sieht wohl nicht so aus, als wenn ich eine Wahl habe.

Was ist das hier für ein Bananenstaat? Da muss ich extra zahlen, damit ich in einer akzeptablen Zeit mein Auto auf die Straße kriege? 

Nächstes Problem, die brauchen meinen Personalausweis im Original. Also wieder eine Stunde hin und eine zurück um den Ausweis hinzubringen, denn auf die Schneckenpost will ich mich dann auch nicht verlassen. 

Ernsthaft, wenn man schon angebliche digitale Lösungen anbietet, sollten sie auch halbwegs nutzbar sein. Oder man hebelt für die Zeit der Pandemie gewisse Prozesse aus und lässt z.B. nur noch Autohäuser Anmeldungen machen oder erlaubt es auch dem Normalsterblichen den kurzen Weg zu nehmen. Und zwar ohne Zusatzkosten. Dafür müsste aber mal der eine oder andere Bürohengst aus dem Bett aufstehen und innovativ denken. Wenn die KFZ-Behörde ein Wirtschaftsunternehmen wäre, gäbs da garantiert schon eine Toplösung.

Mann ey...

Genervte Grüße aus Bananaland

Pottnudel



Montag, 7. Februar 2022

Servicewüste

 Man muss es derzeit erwähnen, denn es ist eine Seltenheit. Die Sonne hat heute schon wieder geschienen. Nachdem gestern sämtliche Wetterwarnungen aktiv waren und es gestürmt und gegossen hat, so dass ich schon überlegte, ob die Gesamtheit des im Haus vorhandenen Holz für eine Ein-Frau-Arche reichen würde, welche ich bei Bedarf vom Balkon aus zu Wasser lassen könnte...

Heute war es zwar nicht wärmer, aber dank des nicht mehr vorhandenen Windes fühlten sich sieben Grad auch wieder so an und nicht wie minus vier. 

Nachdem ich am Samstag schon einen Ausflug in die Welt anderer Automarken gemacht hatte, beschloss ich nun doch bei den mir bekannten Leisten zu bleiben und suchte nach entsprechenden Angeboten. Das mir genehme Modell gibt es erst seit vier Jahren und weil der Hersteller wegen der derzeitigen Lieferprobleme keine neuen Autos auf die Straße kriegt, ist das Gebrauchtwagenangebot auch überschaubar. Also genehmigte ich mir etwas mehr Budget als zuerst geplant, denn wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe...

Ein Angebot in der Nähe betrachtete ich dann heute früh bei einem hier in der Gegend sehr bekannten VW-Großhändler. Ich bin kein Fan von dem Laden, die haben mich schon mal nicht bedient, als ich auf der Suche war. Aber eben wenig Angebot und die Nähe ließen es mich noch mal versuchen. 

Und ich hätte es lassen sollen. Das ausgeschriebene Modell war definitiv ein Bauernfänger. Kein Jahr alt, aber sah aus, als wenn es mit der Schleifmaschine gewaschen und mit Splitt poliert wurde. Der Verkäufer war ein Lackaffe. Ich hatte gerade noch nach Schäden gefragt, die er verneinte, aber wieso die Fahrertür offensichtlich mit einem Lackstift behandelt worden war und der Kofferraum aussah, als hätte dort drinnen ein Rave stattgefunden, hat er nicht mal versucht zu beantworten. Alles kein Problem, nehmen sie doch ein anderes Modell. Kostet auch nur X-tausend mehr (und damit außerhalb des bereits genannten erhöhten Rahmens). Ein Wagen wäre vielleicht in Frage gekommen, aber Probefahrt und reservieren um eine Nacht drüber zu schlafen ist nicht. Klar müsse man so etwas überdenken, aber die Nachfrage wäre ja so hoch und wenn man nicht sicher sein könne, dass ich den Wagen auch kaufe. Bla, bla... Also dann knutsch mich doch mal da, wo die Sonne nicht scheint, lieber Gottfried. Ich kauf doch nicht die Katze im Sack. Ich kann mir dann ja schon vorstellen, wie ihr mit mir umgeht, wenn mal was mit dem Auto sein sollte. Zumal ich den Vergleich zu den sehr freundlichen und zuvorkommenden Händlern vom Samstag noch lebhaft im Kopf hatte. 

Also zurück nach Hause, Alternativen suchen. Ein Wagen war bereits inseriert aber noch nicht fertig zur Besichtigung. Vielleicht nächste Woche. Ein anderer Händler hätte mehrere Modelle, aber ist auch ein Stunde Fahrt von mir entfernt. Aber egal, angerufen. Probefahrt? Gar kein Problem, ich kann gern sofort vorbei kommen. Auch wenn es zehn Minuten später dann doch auf Morgen verschoben wurde, das Auto hatte einen Nagel im Reifen. Also Morgen dann jetzt.

Stattdessen ging es noch zum Konsumtempel, Zutaten für Glasnudeln mit Gemüse, Erdnusssoße und Omelett einkaufen. Dann endlich an den Schreibtisch, zumindest noch ein bisschen lernen.  

Und dann schauen wir Morgen mal ob ich wieder so eine verschrammte Karre zu Gesicht bekomme. Ich bezweifle es, denn auch bei vorherigen Autokäufen, hat noch niemand gewagt, so eine verschrammte Karre als Topangebot anzupreisen. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



Samstag, 5. Februar 2022

WMDEDGT 02/22


 Es ist Samstag und zum ersten Mal seit Tagen lässt sich die Sonne mal wieder blicken. Ein paar Vögel zwitschern hier auch schon. Um kurz nach acht gehts aus den Federn. Bei Sonnenschein hat man doch gleich viel mehr Schwung. 

Ich probiere heute mal ein neues Frühstück aus. Baked Oats, also Haferflocken mit gequetschter Banane, Mandelmilch, Chia, Kokosraspel und gefrorenen Beeren oben drauf, 25 Minuten im Ofen gebacken. Schmeckt ganz gut und warmes Frühstück ist überraschend wohltuend. 

Dann gehts ins Auto, eine Freundin einsammeln und weiter zum Autohaus. Ich brauche ein neues Auto. Künftig werde ich auf meinen Firmenwagen verzichten. Seit Tagen hab ich schon online nach verschiedenen Modellen geguckt und mich mal für eine Probefahrt für einen Japaner angemeldet. Schon beim Einsteigen weiß ich, das ist nicht meiner. Deutlich enger als mein jetziger und die Verarbeitung im Innenraum erinnert stark an 80er Jahre (das Auto ist zwei Jahre alt). Die Probefahrt ist also schnell vorbei. Die Verkäuferin lenkt meinen Blick auf ein größeres Model, welches auch preislich okay wäre und gut aussieht aber es ist auch einfach eine riesige Karre. Immerhin, sitzen kann ich besser und auch die Verarbeitung ist deutlich hochwertiger. Ich werds mir überlegen.

Spontan fahren wir noch zu einem anderen Händler. Das von mir angedachte Modell ist auch zu  klein, eine Nummer größer ist schon besser, wenn auch nicht ideal. Einen Gebrauchten der Art hat der Händler auch da. Sehr chick aber auch ziemlich viel Schischi und sprengt dann auch den preislichen Rahmen etwas. Also ist dann jetzt noch mal Recherche angesagt. Mit weniger Gedöns könnte der Wagen dann auch preislich passen. 

Es ist schon ein Kreuz, wenn man so groß ist. Probefahren geht so spontan nicht, also erstmal nach Hause. Der Magen knurrt. Bei einem leckeren Eierburrito schaue ich mal online nach ein paar Modellen. Nächste Woche gehts dann noch mal auf Autohaustour. Aber ich glaube bei mir manifestiert sich immer mehr der Wunsch, doch wieder einen VW zu nehmen. Ich bin die einfach gewohnt und meinen T-Roc mag ich ja schon sehr. 

Dann ist erst mal chillen angesagt. Nach eineinhalb Stunden gehts dann schon wieder weiter. Parkleuchten in der Gruga steht auf dem Programm. In der Woche wäre es vielleicht schlauer gewesen zu fahren, aber bei dem Wetter hier muss man die Gelegenheit beim Schopfe packen.

Auch wenn der Wind immer noch ordentlich pfeift, die Regenpause nutzen einige Menschen und wegen Corona sind auch nicht alle Eingänge offen. Also erst mal Schlange stehen, bzw. fünf Minuten Marsch bis wir das Ende eben dieser gefunden haben. Zwischendurch kommen so ein paar Geisteskranke und sprechen die Wartenden an, was 2 G ja für Quatsch sei und bla. Alter, diese Aluhutidioten gehen mir so auf die Nerven.

Die Ausstellung ist schön, wenn auch kleiner als sonst. Aber mal wieder rauskommen und was sehen ist Ziel der Mission. Nach zwei Stunden sind meine Oberschenkel tiefgefroren und mir tun die Füße weh. Aber schön wars. 

Jetzt ist couchen angesagt. Schön eingemummelt. 

Noch mehr WMDEDGT gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



Samstag, 22. Januar 2022

Sind wir bald da?

 Also im Frühling, mein ich. 

Ich blicke aus dem Wohnzimmerfenster und es ist grau, kalt und es nieselt. Bäh!

Um kurz nach sieben war ich wach und musste an eine Situation von gestern denken, über die ich mich echt geärgert habe. Schlafen konnte ich eh nicht mehr und ich hatte Lust auf Waffeln. Früher hab ich die öfter samstags auf dem Markt ums Eck gekauft. Aber um die Uhrzeit ist die A40 frei, also bin ich mal schnell hingefahren. Die Verkäuferin begrüßte mich herzlich. Ich war ja gut ein Jahr schon nicht mehr da. 

Danach gings einkaufen. Grünkohl und alle Zutaten für Hackfleisch-Käsesuppe. Passende wärmende Gerichte zu diesem ekligen Wetter. 

Weiter gings mit der Steuererklärung. Die aus 2020 schiebe ich auch immer noch vor mir her und wegen Corona und Umzug kam da doch einiges zusammen. Zu Ende machen konnte ich es dann aber doch nicht, weil mir die Anwesenheitsliste fürs Büro als Ersatz für ein Fahrtenbuch fehlte. Aber der Kollege, der Zugriff hat, schickt es mir dann Montag. Denn so wenig, wie ich ins Büro gefahren bin, da sollte sich ein Neuberechnung wohl lohnen.

Nebenbei kämpfe ich immer noch mit dem Kundenservice wegen meine Prüfung. Seit Wochen kann ich wegen technischer Probleme meine Prüfung nicht terminieren. Alle paar Tage kommt eine Nachricht, dass es jetzt gehen müsste und jedes Mal funktioniert es wieder nicht. Jetzt wurde ich dann zum durchführenden Unternehmen des Tests direkt geschickt. Nach 15 statt der angekündigten zwei Minuten antwortete jemand auf meine Chatnachricht um dann im Fünfminutentakt nach jeweils einer neuen Information zu fragen, anstatt alle Fragen auf einmal zu stellen. Mein Puls stieg schon wieder. Wenn man bedenkt, wie viele Sachen man machen, Regeln erfüllen und Geld bezahlen muss um die Prüfung zu machen, ist es nicht gerade einfach, wochenlang wegen eines Problems auf Seiten des Anbieters Stunden zu investieren. Am Ende steht nun endlich das Datum fest. Schwere Geburt.

Der Nieselregen wollte auch nachmittags nicht weg gehen, also habe ich Kleidung aussortiert. Hatte im letzten Jahr schon mal einiges Online verkauft. Der Rest geht dann in die Kleiderspende. Nebenbei noch Regale aufgeräumt, jetzt sieht die Kleiderkammer wieder manierlich aus.

Zu mehr Aktion hat es dann heute nicht mehr gereicht. Also lese ich noch ein bisschen das Internet leer und warte weiter auf den Frühling.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel





Dienstag, 18. Januar 2022

Ich habe fertig

Mein Wohnzimmer ist ja etwas groß geraten. Aber gut, war halt so dabei. Ich nenne es auch den Tanzsaal. Es ist so groß, wie vorher meine ganze Wohnung. Was in sofern gut ist, dass ich endlich wieder einen schönen großen Esstisch haben und auch nutzen kann. Aber ich tue mich schwer damit es hier gemütlich zu machen. Gut, eine größere Couch plus Sessel, größerer TV, mehr Möbel würden helfen. Aber mein Zeug ist auch noch nicht so alt und jetzt alles austauschen wollte ich auch nicht.

Zuletzt war vor allem eine Ecke und eine Wand noch extrem stylebedürftig. Verschiedene Versuche den Bereich wohnlich zu gestalten scheiterten. Schließlich musste doch mein Möbelbestand aufgestockt werden. Ich hab da lange gezögert, nicht zuletzt, weil ich hier gar nicht mehr so viel zukaufen möchte, sondern eher in nicht allzu ferner Zukunft noch mal umziehen. Trotzdem fällt mir jeden Tag diese Ecke unangenehm ins Auge. Also habe ich mit mir den Ankauf des kleinsten Stück aus der Serie ausgehandelt, nebst Rabatten tat es dann auch nicht so weh und da findet man immer wieder einen  Platz für. Man muss es sich nur schön reden. 

Gestern kam es dann endlich an. Der Lieferant hat prompt wieder versucht es bei den Nachbarn zu parken, statt die 20 Schritte mehr ums Haus zu gehen. Aber ich habe ihn erwischt. Beim Auspacken bröselte mir dann prompt die halbe Rückwand entgegen. Kein Wunder, so schlecht, wie das verpackt war (und der Lieferant ist bekannt dafür, dass er mit Paketen um sich wirft). Immerhin konnte ich es reparieren. Aber einen Nachlass wollte ich gern haben und teilte dies dem Verkäufer nebst Beweisfoto auch mit. Was folgte war eine Serie von völlig unnützen Emails (u.a. auf welcher Seite der Wand des Schaden wäre, man sieht auf dem Bild deutlich, dass es sich um ein großes Loch handelt). Am Ende folgte ein Anruf, um zum dritten Mal zu Fragen, ob ich mit dem Nachlass einverstanden wäre? Jahaaa, hatte ich doch selbst vorgeschlagen!

Naja, heute wurde dann alles aufgebaut, umgeräumt. Bilder neu gehängt und dekoriert. Und am Ende sieht es nun deutlich besser aus. Damit dürfte nun nach fast elf Monaten das Thema Einrichtung erst mal abgeschlossen sein. So schnell ist auch schon fast wieder ein Jahr um. 

Zum Abschluss des Tages kam Chinagemüse mit Fisch in die Pfanne und bevor die Couch rief, gings noch unter die Dusche. Hinterher mache ich immer das Fenster ganz auf und dabei fielen mir zwei Leute auf der gegenüberliegenden Straßenseite ins Auge, die sich irgendwie komisch verhielten. Und schon gings los. Person eins, eine Frau, rannte los, auf die Straße, fast vor ein Auto. Person 2. ein Mann, hinterher und griff die Frau an. Person 3, ich, brüllte los, woraufhin der Mann die Frau los ließ. Die angebotene Hilfe wollte sie nicht, lief dann aber weinend weg. Der Mann mit Abstand hinterher. Die schienen sich zu kennen und ich hoffe mal, der Kerl hat sich jetzt wieder im Griff. 

Jetzt also Couch und das neue Wohnambiente genießen. Dann Bett, Morgen wieder lernen.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 16. Januar 2022

Ein Sonntag im Januar

 

Ich hab mich wohl zu früh gefreut, was die Mäuse angeht. Letzte Nacht habe ich sie wieder gehört. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Immerhin, nachdem sie mich auch gehört hatten, war Ruhe.

Ich habe dann mit Unterbrechungen auch laaaange geschlafen. War auch spät, bis ich das Buch weglegen konnte. Ich lese gerade eine Reihe, die ich als Jugendliche gern mochte. Die Autorin schrieb "heitere Familiengeschichten" die vorwiegend zwischen den 70er- und 90er-Jahren spielen. Es ist schon witzig, wie sich die Welt seitdem verändert hat. Allein schon die Rechtschreibung. Die Bücher sind übrigens von Evelyn Sanders. Ein paar sind mir über die Jahre abhanden gekommen, die habe ich mir nachbestellt. Und einige kannte ich noch gar nicht.

Danach habe ich mir ein schönes langes Frühstück gegönnt. Ich mag das sonntags, wenn man so rumbummeln kann. Dazu liefen ein paar alte Folgen Löwenzahn mit Peter Lustig. Schaue ich auch immer mal wieder gern. Gerade wenn es draußen grau und eklig ist und ich auch noch Muskelkater habe. War spontan noch sehr sportlich gestern. 

Dann gings zum Lernen an den Schreibtisch. Corona und das graue Januarwetter begrenzen die Freizeitmöglichkeiten derzeit sowieso, also eigentlich die optimale Zeit gerade. Aber ich freue mich auch so sehr auf den Frühling. Immerhin werden die Tage schon wieder länger, das Vogelgezwitscher nimmt zu und einige Bäume in den Gärten zeigen, dass sie bereit zum ausschlagen sind. Ich bin auch sehr bereit endlich wieder auf dem Balkon zu frühstücken. 

Vorerst aber erstmal an die Bücher. Vorher noch eine Maske ins Gesicht. Ich stelle immer häufiger fest, dass ich die langsam brauche. Aber immerhin helfen sie auch noch, zumindest bilde ich mir das ein. Diese Plastik-Wabbel-Dinger für unter die Augen, zum Beispiel, können morgens echt die Anzahl von besorgten Fragen nach dem persönlichen befinden reduzieren. 

Als um 19 Uhr der gruselige Bürgerfunk im Radio beginnt, bin ich dann auch fertig für heute. Ich mache heute Pizza mit Sucuk und roten Zwiebeln. Während ich den Teig belege prasselt der Regen ans Küchenfenster und ich bin sehr froh, da heute nicht mehr raus zu müssen. Während die Pizza backt, gehe ich lieber heiß duschen. Danach werde ich noch fleißig an einem Makramee-Spiegel-Rahmen weiter knoten. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Samstag, 15. Januar 2022

Hobbyblogger, wo seit ihr?

 Ich muss mal meckern. Bin eh gerade auf Krawall gebürstet. Wetter - Scheiße, Winter, Scheiße, Lernen - Scheiße und von Corona fang ich gerade gar nicht erst an. Meeehhh...

Und dann hab ich mir gerade beim Essen auch noch schön mein Shirt versaut... Spaghetti Bolo auf Rosa Sweatshirt. Also kann ich auch gleich noch die Waschmaschine anwerfen (nachdem ich den Wäscheständer gerade fürs Wochenende eingemottet hatte). Oar ja, ich mag heute die Welt nicht. Und die mich vermutlich auch nicht.

Da dachte ich mir, schaust du beim Essen mal eben durch die Beiträge der anderen Blogger vom 12 von 12. Aber das hat meiner Laune auch nicht geholfen. Vielleicht trübt meine schlechte Laune meinen Blick, aber ich hab so das Gefühl, dass dort fast nur noch Werbeblogs unterwegs sind. Jeder schreibt über das, was er (oder sie) verkauft. Das ist schade und nervt mich gerade etwas, denn das war ja nicht die Idee des Ganzen. Okay, wir müssen alle Geld verdienen, aber wo sind denn bitte die ganzen Hobbyblogger geblieben? Früher habe ich so viele gleichgesinnte Schreiber fast täglich besucht, aber sie scheinen das Schreiben zum Spaß einfach aufgegeben zu haben. Bin ich etwa aus der Mode mit meinem Hobby? 

Wo sind die Tagebuchblogger geblieben? Evtl. auch ehemalige. Warum habt ihr aufgehört? Verlinkt gern eure Blogs in den Kommentaren. Liebe Internetschaffende, ich will euch nicht zu nahe treten, aber wenn ihr auf euren Blogs/ Seiten Dienstleistungen anbietet, richtet sich das nicht an euch. Ich würde gern mal wieder ein paar richtig schöne Hobby-Blogs lesen.

Und ja, okay. Ein bisschen an die Nase fassen müsste ich mir auch. Ich könnte auch mal wieder mehr schreiben. Aber im Moment ist hier der Wurm drin. Ich prokrastiniere und faulenze. Und kaufe zu viel Deko. Und Zack ist schon wieder ein Tag rum. Ich glaube das kann man als Winterblues zusammen fassen. Und die Jobsituation nervt auch etwas. Ich spreche mit ein paar Leuten aus meinem Netzwerk aber bisher ist nicht so richtig was dabei rumgekommen. Die Angebote waren entweder fernab von dem, was ich tue und weiter tun möchte oder es sind Angebote à la: Komm erst mal zu uns, dann finden wir was für dich.  Den Trick kenne ich schon und endet selten in etwas, was mir Spaß macht. Ich weiß es ja zu schätzen, aber ist eben alles nicht das Richtige gerade. Eine Rückmeldung, von der ich mir schon eher was versprochen hatte, blieb aus. Da war der Abend gestern dann auch gelaufen. 

Dann hatte ich mir ein Regal fürs Wohnzimmer gekauft. Die eine Ecke ist immer noch so kahl und einen großen Schrank will ich nicht noch reinstellen. Muss aber auch zum TV-Möbel passen das daneben stehen wird, das ich vor Jahren schon gekauft hatte. Und nach langem Suchen hatte ich tatsächlich die Serie gefunden und ein Stück, dass gut an die Stelle passen müsste. Sollte heute geliefert werden und ich freute mich schon. Aber dann kam die Nachricht, dass der Lieferant es heute doch nicht schafft. Passt zur Gesamtsituation...

Tja, ich geh mich dann mal umziehen und Wäsche waschen und dann wieder ab an die Bücher. 

Viele Grüße aus Sibirien, ähm Ruhr York

Pottnudel





Mittwoch, 12. Januar 2022

12 vom 12.01.2022

 Es ist immer noch sowas von Winter. Bäh. Um 7.45 Uhr ist es immer noch stockdunkel. Wie soll man da bitte in die Gänge kommen?


Wie jeden Morgen im Winter ist erstmal Fenster putzen angesagt. Diese blöden Alurahmen sind jeden Morgen nass. Je kälter es wird, desto schlimmer. Manchmal sind die Fenster auch beschlagen, Hat da jemand Tipps, wie das weg geht? Manchmal habe ich richtige Pfützen auf der Fensterbank. Lüften und Co. bringt gar nix. Das nervt.


Die Luke zum Dach. Bis vor ein paar Tagen war da oben jede Nacht Mäuseparty. Es scheint, als wäre der Kammerjäger erfolgreich gewesen. Seit drei Nächten ist wieder Ruhe.


Die Pilea hat nun im Kleiderzimmer wohl ihre Wahlheimat gefunden und entfaltet sich voll. Drei andere Standorte hat sie abgelehnt. Also soll sie dann hier wohnen. Gut, dass es hier so viele Alternativen gibt...



Mein Blick fällt auf die Wand, da hatte ich wohl noch Weihnachtsdeko vergessen. Eigentlich hatte ich das da auch nur zwischengeparkt, weil ich nicht wusste, wohin damit.



Meinen Esstisch schmückt seit gestern ein schöner Strauß von einer Freundin. Dankeschön fürs Hundesitten.



Die Nebenhöhlenentzündung ist immer noch nicht ganz weg. Aber es wird täglich besser.



Dann gibts erstmal Frühstück.



Dann gehts auf zum Shoppingbummel. Ich brauche etwas Deko. Leider ist die Sonne nach zweitägigem Kurzbesuch wieder weg und es ist grau und nass. Im Shoppingcenter wird gestempelt, wie damals zu Diskozeiten...


Da das Mittagessen ausfiel gibts Zuhause ein leckeres Stück Kuchen. Im Hintergrund schlägt die Amaryllis aus. Hatte ich zu Weihnachten bekommen und sie aus ihrem Wachsmantel befreit. Fand sie scheinbar gut.


Dann wird die neue Deko arrangiert. 



Und zu guter Letzt gibts noch was Gesundes zum Abendessen. Rotkohlsalat. Und danach auf die Couch. Bin irgendwie voll platt heute. Da ab Morgen für Booster wieder Schwimmen ohne Testen geht, werde ich das mal tun und heute Abend die Füße hoch legen.


Noch mehr 12 von 12 gibts hier. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Mittwoch, 5. Januar 2022

WMDEDGT 01/22

 Der Januar hat begonnen. Mit Frühlingstemperaturen. Aber nun gehts rasant Richtung Frost und angeblich soll es sogar schneien. Bisher ist es nur grau und sehr nass. 

Auch meine Alufenster sind wieder patschnass. In einem Zimmer ist es sogar in die Tapete gelaufen. Also wische ich erstmal alles trocken. Hätte ich das gewusst. Obwohl ich wirklich bezweifle, dass das normal ist. Aber der Vermieter hat seit drei Wochen nicht mal was wegen der Mäuse gemacht. Da wird er sich dafür wohl auch nicht interessieren.

Zwischendurch geht das Telefon. Danach schreibe ich meinen Einkaufszettel. Freitag kommt Besuch und wir machen Raclette. Ein paar Sachen lasse ich liefern. Muss ich weniger schleppen. 

Draußen pfeift ein richtig kalter Wind, es kostet ziemlich Überwindung vor die Tür zu gehen. Aber hilft nix. Erster Stopp: Gartencenter. Hatte zu Weihnachten eine Amaryllis in Wachs bekommen und sie von ihrem Überzug befreit. Nun brauche ich Topf und Erde. Eigentlich soll da auch Ton rein, aber die haben nur so riesen Säcke. So viel brauche ich nicht, also Topf mit Loch und Untersetzer. Und ein paar neue Kräuter für die Küche kommen auch noch mit. Auf dem Weg zurück zum Auto kriege ich einen schönen Regenguss mit.

Aber ich muss noch einkaufen. Hier in der Nähe hat ein riesiger Supermarkt eröffnet. Da lasse ich mich noch etwas inspirieren. Die haben so viele tolle Sachen. Muss mich aber etwas zusammenreißen. Da ich aber weder Frühstück noch Mittag hatte, gönne ich mir ein Stück Kuchen. 

Auch beim Ausladen schüttet es weiter. Erst als ich drin bin und ausgepackt habe hört es auf. Na super...

Ich wärme mich erst mal mit einem Kaffee wieder auf. Danach räume ich noch die letzten Weihnachtssachen weg. Hatte gestern schon den Baum abgebaut. Jetzt wirkt es wieder so kahl im Wohnzimmer. Die große Schefflera aus dem Büro ist umgezogen um die Lücke etwas zu füllen.

Trotz Kaffee und Bewegung, mir ist heute einfach nur kalt. So ganz weg ist die Schnodderseuche noch nicht. Also erstmal heiße Dusche. Danach Internet leer lesen. Dann gehts ans Kochen. Es gibt Fajita. 

Danach ist couchen angesagt, Dick eingemummelt. Zu mehr reicht meine Energie heute nicht mehr. Ist bald Frühling???

Noch mehr WMDEDGT gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel




Samstag, 1. Januar 2022

Auf ein Neues

 Ich bin etwas spät dran mit den Neujahrswünschen. 2021 wollte wohl zum Schluss noch mal dafür sorgen, dass ich es auch wirklich nicht vermissen werde. Nach Weihnachten ging es mit Halsschmerzen los, ab Dienstag Nebenhöhlen entzündet, ab Donnerstag Angina und Ohrenschmerzen. Also gabs Silvester mit Medikamenten auf der Couch statt Alkohol mit Freunden.

Immerhin weiß ich nun, dass ich ein echt schönes Panorama hätte, wenn es denn ein normales Silvester gegeben hätte. Immerhin hatten genug Pottmenschen ihre dunklen Quellen angezapft und ein bisschen Farbe in die Luft gebracht. Aber ich denke in normalen Jahren wäre es noch deutlich mehr gewesen.

Naja, ich hoffe sie haben ihre abgesprengten Daumen dann selbst wieder angenäht. So schön Feuerwerk aussieht, mir tun immer Tiere und Umwelt Leid. Und es gab ja durchaus auch weitere Aspekte dieses Jahr. Ich wäre künftig mehr so für kollektive Veranstaltungen an öffentlichen Orten. Aber die Böllerei kriegt man wohl nicht aus den Leuten raus. Ein etwas entfernter Nachbar demonstrierte auch, warum das Zeug nicht in Amateurhände gehört. Er schoss die Raketen über das Nachbarhaus immer haarscharf an meinen Fenstern vorbei. Ich hab dann mit geschlossenen Fenstern weiter geguckt. 

Die Bazillen sind dann seit heute auch auf dem Rückzug. Nach der letzten Nasendusche hat es laut in den Ohren geknackt und nun kann ich wieder bei normaler Lautstärke fernsehen. Hach...

Heißt, ab Morgen kann ich mich endlich dem Thema Jobsuche intensiver widmen. In den letzten Wochen gab es ein paar Gespräche mit Leuten aus meinem Netzwerk. Bisher war aber noch nichts dabei, wo ich zuschlagen würde. Und ich will auch nicht das Hemd wechseln, also suche ich mal in einem größeren Radius.

Sobald das Thema Job geklärt ist, werde ich noch etwas mehr in das Thema Umzug setzen. Seit zwei Wochen hat mein Vermieter nicht wirklich was in Sachen Mäuse auf dem Dachboden getan und naja, es gibt so ein paar Sachen hier, die mich mehr stören, als die Anzahl der angenehmen Aspekte. Aber ich kann mir ja Zeit nehmen mit der Suche.

Aber auch nicht zu lange, denn einen Wunsch habe ich wirklich für dieses Jahr: Ankommen. Die letzten Jahre hatten viel von Wechsel und Veränderungen, was auch in vielen Teilen gut war. Aber so langsam dürfte etwas mehr Ruhe und Langfristigkeit einkehren, damit ich mich auch mal wieder privaten Themen widmen kann.

2022 wird also wohl auch noch mal einige Veränderungen bringen, aber ich hoffe, dass nun alles eine Bahn einschlägt, die Kontinuität, Sicherheit und Zufriedenheit für zumindest ein paar Jahre bringt. Dann wird es mir vermutlich eh wieder irgendwann in den Fingern jucken. Aber so weit will ich jetzt noch gar nicht im Detail denken.

Ein frohes neues Jahr aus Ruhr York

Pottnudel


12 vom 12.6.2025

Der Sommer zieht ein im Pott. Die nächsten Tage werden hochsommerlich. Heute musste ich mich aber erst nochmal ins Büro begeben. Mein letzte...