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Montag, 4. November 2019

Hallo November!

Etwas spät dran, aber das Wochenende fand fernab der Heimat im hohen Norden bei einem
Lieblingsmenschen statt. Heute habe ich dann den ersten meiner letzten Urlaubstage verbraten. Morgen folgt Tag zwei. Ende November noch einmal zwei und dann ist Weihnachten auch schon Urlaub geplant. Und dann sind immer noch zwei Tage auf den Kopf  zu hauen. Könnte schlimmer sein 😎

Heute erstmal schön ausgeschlafen, dann Mittag mit einer Lieblings-Ex-Kollegin, etwas geklönt und getrascht und dann ein bisschen Weihnachtdeko bummeln. Das Wetter ist gerade so fies nieselig und grau, da kann man so langsam die gemütliche Jahreszeit einläuten. Ich hab mir zum Kaffee auch die ersten Lebkuchen gegönnt. Und der große Onlineversand sendet jetzt auch schon die erste Weihnachtswerbung. Also auf in die Schlacht.

Jetzt liegt die Pizza im Ofen und nach den Simpsons gehts noch fix einkaufen.

Rückblick Oktober:

- Bunte Blätter und Kürbisse fotografieren - check, wenn auch nicht so viel, wie ich dachte. Doofe Rüsselpest.
- Nach Hamburg fahren - Naja, war der 1.11. aber check
- Fotos archivieren - check
- Vorwinterschlaf auf der Couch halten - unfreiwillig mehr als geplant. Doofe Rüsselpest...
- Den Garten für den Winter abräumen - Nope. Und bei dem Wetter geh ich da auch nicht raus.
- Das Auto winterfest machen - Ich war immerhin in der Waschsstraße...
- Meinen Halloweenartikel schreiben - Ja, wobei wegen Rüsselpset auch nicht so, wie geplant
- Mal wieder zum Wellness gehen, am besten an einem richtig grauen Tag - Check! Letzten Donnerstag. War gut, aber leider nicht so sauber und warm wie sonst. Aber immerhin...


Im November werde ich:

- Die ersten Weihnachtsfeiern abhaken
- Weihnachtsmärkte besuchen
- Den Tannenbaum aufstellen
- Ein paar weitere Kollegen aus dem Konzern kennen lernen
- Endlich mal wieder zum Friseur gehen
- Dann neue Fotos für meine Berufsprofile machen lassen (die alten sind fast zehn Jahre alt)
- Und die  Vorweihnachtszeit genießen

Ich bin zwar nicht gläubig, aber ich mag die Weihnachtszeit total gern. Besonders hier im Pott gibt es ja einige Weihnachtsmärkte. Werde ich in den nächsten Tagen noch drauf zurück kommen.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 27. Oktober 2019

Gruselwetter

Puh, der Temperatursturz hat mir heute ganz schön Kopfschmerzen gemacht. Gestern noch lauschige
20 Grad und Sonnenschein, heute so gerade noch die Hälfte plus grau, Regen und eklig.

Da hab ich gestern doch glatt noch die Gunst der Stunde genutzt und mal das Kürbisfest in Kettwig angeschaut. Kettwig wurde in den 70er-Jahren in die Stadt Essen zwangseingemeindet. In der Altstadt stehen einige super schöne alte Häuser und der Ortsteil ist ein starker Kontrast zu der Großstadt.

Aber Halloweenstimmung kam nicht so recht auf. Wenig Deko, dafür großes Gedränge und Parkplatzschlacht. Ein paar wenige Häuser waren dekoriert, ansonsten standen hier und da verloren ein paar Kürbisse herum. Vom Schaufenster-Deko-Wettbewerb hat man nicht wirklich was gemerkt. Schade. Die Kids waren da deutlich enthusiastischer. Viele kamen verkleidet und geschminkt zur Geisterwanderung mit Humbtata-Musik.

Aber Essen hatte noch mehr zu bieten an diesem Wochenende und so ging es weiter in die Innenstadt zum Light Festival. Normalerweise beginnen die Lichtwochen ja kurz vor Weihnachten, aber hier gibt es jetzt schon eine Route durch die Innenstadt mit verschiedenen Lichtinstallationen. Beim Versuch die Route zu finden bin ich erst einmal gescheitert. Die Schilder sind leicht zu übersehen. Aber Online gibt's dann auch noch den Plan und nachdem die Einkaufsstraße überwunden war, ging es ganz leicht. Einfach der Masse nach. Am Kenedyplatz war aber erst einmal einkehren angesagt und danach aufgrund akutem Fresskoma nur noch ein Teil der Strecke bewältigt. Mit am besten hat mir die Marktkirche gefallen, wo Leute Klavier spielen können. Die Klänge werden per Licht auf die Kirche übertragen. Das war eine sehr schöne Stimmung. Den Rest muss ich mir die Tage mal ansehen. Bis Anfang November gehts noch weiter.

Die Nacht war dann echt durchwachsen. Um drei Uhr morgens teilte mir mein Bauch mit, dass er den
Knoblauch vom Abendessen doof fand. Leider nicht das erste Mal. ich glaub ich muss das Zeug sein lassen. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich ohne Zaziki und Guacamole überleben soll...

Entsprechend war ich heute nicht die Ausgeburt an Leben und dann noch die Kopfschmerzen. Also Couchtag und beim Geräusch von Regen nochmal eingeschlafen. Dank Zeitumstellung hatte ich heute ja etwas mehr Zeit und dann lecker gekocht. Und fürs Gewissen und gegen die kursierende Seuche noch einen schönen Obstsalat gemacht.

Kartoffel-Mais-Käse-Suppe
(4 Portionen)

1 Zwiebel würfeln und in Butter anbraten

200 Gramm Speckwürfel mitbraten

3 Kartoffeln schälen und Würfeln und mitbraten

3 rote Paprika würfeln und mitbraten

Ein paar Minuten braten lassen, dann 3 Esslöffel Mehl drüber geben. 2 Gläser Geflügelfond angießen und eindicken lassen.

200 Gramm Sahne hinzugeben

1 Dose Mais hinzugeben

Kochen lassen bis die Kartoffeln gar sind

Topf vom Herd nehmen

200 Gramm geriebenen Käse (ich nehme Cheddar) hinzugeben, schmelzen lassen

Fertig


Und das wars dann schon wieder mit dem Wochenende. Aber eine kurze Woche steht an und mit etwas Glück kann ich ein paar Urlaubstage dranhängen.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Samstag, 26. Oktober 2019

Morgenstund

Es ist schon witzig. Unter der Woche quäle ich mich morgens aus dem Bett und würde am liebsten weiter schlafen. Am Wochenende bin ich in der Früh fit und nichts hält mich mehr in den Federn.

So auch heute früh. Das Wetter ist ja immer noch recht freundlich im Moment und morgens ist der Himmel eine wahre Farbpalette. Auf dem Weg zur Arbeit würde ich am liebsten jeden Morgen anhalten und Fotos machen. Fänd nur die Polizei nicht so toll, glaub ich. Aber immerhin machten sich zuletzt die Herbstferien sehr bemerkbar. Deutlich weniger Verkehr und entspannteres Fahren.

Heute früh war ich also um 6.30 Uhr munter. Nachdem ich die ganze Woche noch echt angeschlagen war und schlecht geschlafen habe, war ich aber auch gestern um 11 im Bett und habe geschlafen wie ein Stein.

Also raus aus den Federn und die Gunst der Stunde genutzt. Ich musste bei der Bank meine neue Karte freischalten und um die Uhrzeit gibt es noch genug Parkplätze. Dann noch kurz auf dem Markt frische Waffeln geholt. Zuhause erstmal alle Türen und Fenster aufgerissen und die laue Herbstluft reingelassen. Aber beinahe auch ein Eichhörnchen, dass Anstalten machte mein Frühstück zu klauen. Gerade noch gute gegangen. 😌

Nun genieße ich gerade den Morgen, esse Waffeln und danke über ein paar Dinge nach, die mich diese Woche sehr beschäftigt haben. So steht in diesen Tagen die Entscheidung an, wie es bei meinem AG weitergeht. Bekommen wir das Geld für die dringend notwendigen Investitionen? Nachdem unser Managementteam Wochen zusammen am Thema Strategie gearbeitete hatte, beendete die Geschäftsführung recht abrupt den Prozess. In die weitere Planung waren hier und da einzelne Leute eingebunden, aber das ganze Bild hat keiner mehr gesehen. Und so saß ich vergangene Woche mit einigen Kollegen zusammen und keiner konnte nun so Recht sagen, was nun eigentlich unsere Strategie ist und mit welchen Zahlen der Chef ins Rennen geht. Das ist nicht gut, denn keiner weiß was kommt. Wir haben zwar ein paar hoch priorisierte Themen, an denen wir arbeiten aber so richtig das ganze Bild sieht keiner. Und wenn man die Strategie nicht kennt, das richtige zu tun ist schwer. Und ein Problem, welches mir schon so oft begegnet ist. Dabei lernt man genau diese Dinge in der Managementausbildung. Naja...

Generell ist die Stimmung gerade schlecht und nachdem Ende September fast eine ganze Abteilung spontan auf die Straße gesetzt wurde, haben im Nachgang noch ein paar Leute gekündigt. Und nun warte ich, ob wir Geld für die dringenden Projekte bekommen. Aber selbst wenn wird es schwer die sie rechtzeitig auf die Straße zu bekommen, damit das Unternehmen seine Ziele erreicht. Bin gespannt ob wir nun in den nächsten Tagen mal ein paar Infos bekommen. Die ganze Situation drückt aber schon ziemlich auf die Motivation.

Dann bekam ich diese Woche ein Angebot, über das ich mich sehr gefreut habe. Ein ehemaliger Projektsponsor, von dem ich viel halte, bot mir an für ihn zu arbeiten. Aber es wäre nicht mein Leben, wenn es nun ein Happy End gegeben hätte. Es stellte sich heraus, dass die Stelle in einem Unternehmen wäre, für das ich mal eine sehr, sehr kurze Zeit gearbeitet habe und dann schnellstens das Weite suchte. Denn die Situation dort war so eklig, das ist mir damals richtig Nahe gegangen. Indem ich nun über das Angebot nachdenke, kommen auch diese ganzen Sachen wieder hoch und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht dorthin zurück möchte. Aber ich würde dann auch eine Chance sausen lassen.

Ich hatte mir ja vorgenommen, dass ich mal wieder mehr auf mein Bauchgefühl höre, nicht wahr?

Aber während ich noch weiter grüble, kann ich auch schon mal etwas Haushalt erledigen. Frau ist ja Multitasking fähig.

Schönes Wochenende wünscht

Pottnudel


Samstag, 5. Oktober 2019

#WMDEDGT 1019

Es ist der 5., Zeit für WMDEDGT?


Vor allem aber ist Samstag. Mein Tag. Und da ich den Feiertag weise genutzt habe, musste ich mich heute um fast keine Haushaltspflichten kümmern.

Zuerst mal hab ich bis zwei Uhr früh Netflix geschaut und nebenbei meine letzten Gutscheine von meinem alten AG beim Onlineshoppen auf den Kopf gehauen.

Um sechs meinte meine innere Uhr, es sei mehr als Zeit aufzustehen. Ich konnte dann aber doch noch bis acht weiterschlafen, dann ging es in der Elefantentanzschule über mir mal wieder rund.

Beim Frühstück habe ich einer Freundin aus Spanien ein paar Nachrichten geschrieben. Sie könnte mit der Kündigungsaktion beim meinem alten AG letzte Woche auch die rote Karte bekommen haben. Aber sie urlaubt gerade in Jordanien und brachte das Thema von sich aus nicht an, also hab ich auch nicht gefragt. Nicht, dass ich am Ende die schlechten Nachrichten überbringe. Ich hoffe sie sie ist verschont geblieben oder kann in einer anderen Abteilung weitermachen.

Und wo ich ihr gerade noch von unserem goldenen Herbsttag berichte, tropft es auch schon wieder los. Also beschäftige ich mich noch etwas mit dem Thema Indian-Summer 2020.

Obwohl ich gestern schon die meisten Einkäufe gemacht habe, konnte ich mich da noch nicht entscheiden, was es am Wochenende zu essen geben soll. Wenig Aufwand ist die Prämisse, denn ich bin etwas angeschlagen und will vor allem entspannen.

Also auf zum Supermarkt. Kleiner Nahkampf mit der SB-Kasse. Dann gings weiter zu meinem Lieblingshofladen hier im Pott. Neben den ganzjährig frischen und leckeren Sachen dort, gibt es im Herbst immer Berge von Kürbissen. Sieht man schon von Weitem. Mangels Parkplätzen musste ich am Straßenrand parken. Aber es lohnte sich wie immer. Jede Menge Familien suchten sich ihre Kürbisse aus. Manche waren so schwer, dass die Leute sie kaum tragen konnten. An der Kasse lag ein wahres Monster auf der Wage und die Verkäuferin kam an ihre Grenzen.  Ich überlegte auch kurz, ob ich nicht ein paar Kürbisse schnitzen soll. Aber beim Gedanken an die Sauerei und mein Wochenendmotto ließ ich es dann doch. Der Oktober ist noch lang, kann ich immer noch machen.

Ich stand gerade vor dem Wurstregal, als zwei süße ältere Ladies vorbeikamen und dem jungen Mann, der Waren einräumte ganz aufgeregt erzählten, dass sie zum ersten Mal hier sind und wie toll es hier doch ist. Ich konnte mir das grinsen nicht verkneifen, entschied mich für hausgemachte Leberwurst und Hofkäse und hielt noch am Kuchenstand an. Die Kalorienzufuhr für heute und Morgen ist gesichert.

 Auf dem Rückweg ging es erst an Blumenwiesen vorbei und wenige Minuten später an der Grugahalle. Es ist immer wieder faszinierend, wie nah hier Natur und Großstadt zusammenliegen. Die Grugahalle erinnert mich immer wieder an meine Kindheit. Ich wollte damals so gern aus dem Kleinkaff raus, in dem ich lebte. Essen schien so weit weg und ich war total beeindruckt, wenn ich mal für einen Tag mit Freundinnen zum Shoppen in die große weite Welt durfte. In eben jener Halle trat in meiner Kindheit meine Lieblingsband auf und ich wollte unbedingt da hin. Durfte ich aber nicht. Und so nahm ich mir vor, wenn ich erwachsen bin, werde ich auf tausend Konzerte gehen, wann immer ich will. Naja, der Wunsch hat dann doch ziemlich nachgelassen. Aber immerhin wohne ich heute hier und könnte theoretisch. 😁

Heute war mir aber eher nach Couch, als nach großer weiter Welt und so gab es erstmal ein Kaffeepäuschen mit Hofladenkuchen. Lecker!

Dann fiel meinem virenbefallenen Hirn wieder ein, dass ja noch die Einkäufe im Auto sind. Auf dem Weg hinaus kam ich mir beobachtet vor.

Diese Herrschaften warten darauf, dass weitere Nüsse von den Bäumen vor dem Haus fallen. Da sie oft noch in stacheligen Hülle stecken warten die Tauben auf den Fenstersimsen, dass ein Auto drüber fährt und sie dann die zermatschten Kerne aufpicken können. Ziemlich schlau. Blöd aber auch, dass alles was in so eine Taube reingeht, auch irgendwann wieder raus muss. Und so sehen hier die Autos im Herbst oft abenteuerlich aus. Meines besonders oft, da ich abends erst spät Zuhause bin und dann meist nur noch unter den Bäumen Platz zum parken ist. Und die Nutzen die Tauben morgens als Donnerbalken.

Aber nicht nur die Tauben mögen Nüsse. Die Eichhörnchen auch. Und bei den Streitereien mit den Tauben geht es gern mal über Tische und Bänke.Oder eben über die Autos. Dann habe ich morgens zusätzlich Pfotenmuster auf dem Lack. Und Nüsse in den Beeten und Blumentöpfen, wo die Eichhörnchen sich Wintervorräte anlegen. Die Reste finde ich dann im Frühjahr beim Blumen pflanzen.

Dann gibt es noch eine weitere Interessengruppe, die Raben und Krähen. Die interessieren sich weniger für die Nüsse, als mehr für die Tauben. Über die Jahre hat es hier manches Massaker gegeben. Und nicht immer gewinnen die Raubvögel. Vor ein paar Jahren verlagerte sich das Gerangel nachts in meinen Garten. Da es zu dunkel war, könnte ich nur die akustische Version verfolgen. Am nächsten Morgen lag ein Toter Jungvogel auf dem Rasen. Im Eifer des Gefechts ist er wohl auch noch in den Teich gefallen.

Momentan sind die Nüsse aber erst einmal rar. Beim Sturm letztes Wochenende sind sie in Massen auf die Straße gefallen. Die ganze Nacht war das Krachen zu hören, als würden die Autos über Lagen von Luftpolsterfolie fahren. Ein Nachbar erbarmte sich am nächsten Morgen und fegte die ganze Straße ab. Gut für mich, denn ich kann wieder durchschlafen. Blöd für die Nussmafia.

Aber ich weiche vom Thema ab. Also erstmal Einkäufe wegräumen. Es handelt sich hier nicht um Werbung. Ich zahle für das Zeug. Zum Abendessen sollte es Aligot (Käse-Kartoffelpüree) und Bratwurst geben. Dazu Gurkensalat. So ein richtig schönes Herbstessen. Und dazu zum 1006. Mal Harry Potter im TV. Ich kann die Filme quasi mitsprechen, aber könnte sie mir immer wieder ansehen. Früher habe ich die Bücher gelesen und als die Filme dann in die Kinos kamen, war alles so, wie ich mir es immer vorgestellt hatte. Dabei ist es ja meist eher so, dass man sich die Sachen in den Büchern ganz anders ausgemalt hatte.

Eigentlich wollte ich dann noch etwas rausgehen, aber das Wetter konnte sich nicht so recht entscheiden, ob es nun regnen oder Sonne scheinen soll. Und ich war auch einfach nur müde und ein paar neue Bücher warteten ja auch noch auf mich. Und so gewann die Couch. Lesen, Surfen, Dösen. Muss auch mal sein.

Entspannte Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Hallo Oktober!

Und schon wieder ein Monat rum. Jetzt langsam merkt man ja auch mal den Herbst. Was ich ja am wenigsten leiden kann ist, dass es so früh dunkel und so spät hell wird. Da wird man irgendwann zum Zombie, da ich ja tagsüber vorwiegend im Büro bin. Dann hofft man immer, dass es am Wochenende einigermaßen schön wird und man Licht tanken kann. Morgen ist erst einmal Feiertag. Ausschlafen und Faulenzen hatte ich mir vorgenommen und dann ein Käffchen trinken gehen.

Rückblick September:

- Einen neuen Job beginnen (Morgen!) - Check
- Die Sommersachen aussortieren und in Winterschlaf schicken (Schluchz) - Check, nochmal Schluchz
- Anfangen mich auf eine Zertifizierung vorzubereiten (Sehr umfangreich und teuer, also lerne ich erstmal für mich) - Nope, keine Zeit. Lese mich aber gerade in jede Menge neue Fachthemen ein, also nicht so ganz schlimm
- Ein paar Pötte Suppe kochen und einfrieren (Nachdem ich den Eisschrank nicht richtig zugemacht habe, ist da gar nix mehr) - Check, Froster ist randvoll
- Kürbisse suchen und fotografieren, inkl. schöner langer Spaziergänge ohne Schweißausbrüche - Noch nicht gemacht, es war auch noch so warm. Mir war nicht nach Herbst
- Nach Scheveningen zum Drachenfest fahren - Genau an dem WE begann der Herbst mit viel Wasser von oben. Stattdessen schön Brunch gegessen.
- Meinen Laptop aufräumen und Bilder archivieren (Mein Schätzchen wird alt und wenn es spontan stirbt, will ich nicht meine ganzen Bilder verlieren. (Ist mir schonmal passiert) - Kommt wieder auf die Liste, aber ich hab angefangen aufzuräumen, Wetter war noch zu schön
- Seit Monaten mal wieder Kerzen anmachen - Check
- Abnehmen und Sport machen! Wobei da ein Monat nicht ausreichen wird, aber irgendwo muss man ja mal anfangen. - Ähem, ja...
- Hier im Blog ein paar schöne Orte im Pott vorstellen - Nicht so viele, wie ich wollte aber immerhin etwas
- Recherchieren für ein paar Blog-Artikel-Ideen - Läuft


Im Oktober werde ich:

Bunte Blätter und Kürbisse fotografieren
Nach Hamburg fahren
Fotos archivieren
Vorwinterschlaf auf der Couch halten
Den Garten für den Winter abräumen
Das Auto winterfest machen
Meinen Halloweenartikel schreiben
Mal wieder zum Wellness gehen, am besten an einem richtig grauen Tag

Und mal sehen, was sich sonst noch so ergibt.

Jetzt geht's erst einmal in die Falle. Kämpfe etwas mit aufkommender Schnodderseuche. Kann ich nicht brauchen.

Gute Nacht aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 29. September 2019

Licht und Schatten

Da hat uns der Herbst also endlich erwischt. Es begann mit einer regnerischen Woche und seit Freitag stürmt es vor sich hin. Ab heute Abend könnte es richtig ungemütlich werden. Eine Orkanwarnung wurde schon für den Pott aktiviert.

Gestern bin ich dann zum ersten Mal seit Monaten wieder so richtig nass geworden. Als ich mit vollem Wagen aus dem Konsumtempel kam, tropfte es gerade los. Da Regen ja hier inzwischen ein im Kalender anzustreichendes Ereignis ist, dachte ich mir so: Hört eh gleich wieder auf. Denkste... Der Himmel öffnete seine Schleusen und ich warf nur noch alles schnell in den Kofferraum. Ungeachtet jeder Physik und Zerbrechlichkeit. Auch wenn ich mich gern mal über das ganze Plastik aufrege, gestern war ich froh drum. So musste ich nur das Paket Zucker entsorgen. Und mich. Ein kompletter Tausch der Garderobe war angesagt.

Zuhause angekommen begab ich mich an den Herd um die Füllung für einen Karamell-Apfelkuchen vorzubereiten. Sobald die Pfanne zum Abkühlen ans Fenster durfte, war der Teig dran. Mangels Platz in meiner winzigen Küche wollte ich ihn auf dem Herd ausrollen. Der war ja eh schon eingesaut. Und so breitete  ich die Alufolie aus, strich sie glatt und da fiel mir dann sofort wieder ein, dass die Herdplatte noch heiß war... Sämtliche weitere geplanten Aktivitäten für den Tag waren nur noch einhändig möglich. Mit der anderen hielt ich einen Kühlakku...

Heute gehts wieder und da die geplante Empfängerin des Kuchens an ihrem Geburtstag das Weite gesucht hat, musste ich mich halt opfern. So ein Pech 😁 Und was soll ich sagen, der Kuchen ist soooo lecker. Der kommt in meine Rezepttruhe.  Sieht vielleicht nicht so toll aus da ich zu große Form hatte, die eigentlich für Quiche ist und somit der Teig etwas zu dünn wurde. Aber das wird definitiv einer meine neuen Lieblings-Apfelkuchen. Hier gibts die Anleitung.

Während es draußen also zunehmend ungemütlich wird, sitze ich hier in Kuschelmontur, esse Kuchen und aus der Küche wabert der Geruch von vor sich hin köchelnder Hühnersuppe durch die ganze Wohnung. Wollte ich gestern schon machen, aber aus oben genannten Gründen muss es dann bis heute warten. Denn um mich herum wird genießt, gehustet und beim Frühstück heute schaute ich in das tiefrot und verquollene Auge einer Freundin. Es wird also Zeit die Winter-Allzweckwaffe im Tiefkühler zu haben.

Und außerdem ist mir heute auch eher zum Verstecken zumute. Die vergangene Woche war emotional hart. Bei meinem Ex-Arbeitgeber sind die ersten befürchteten Kündigungen ausgesprochen worden. Es hat Europaweit deutlich mehr Leute getroffen, als ich dachte. Die generell schwierige Situation, die dauerhaft nicht zum Erfolg führen kann, hatte mich ja dazu bewogen mich anderweitig umzusehen. Aber zu wissen, dass es nun Menschen getroffen hat, mit denen ich auch einiges durchgemacht habe, tat echt weh.

Und auch bei meinem neuen AG ist die Honeymoon-Phase schon vorbei. Mein neuer Chef ist cool, die Kollegen sind nett, aber die Situation dort ist auch gerade echt schwierig. Planungsfehler und fehlende Strategie führen nun zu hartem Umdenken. Morgen werden Kollegen gekündigt.

Angeblich muss ich mir erstmal keine Sorgen machen, aber wenn man wirklich Konsequent vorgehen würde, müsste auch meine Stelle auf den Tisch. Ich hab ja seit ein paar Wochen schon an der Strategie mitgearbeitet und mir war schnell klar, dass der Plan des AG nicht aufgehen kann. Ob man es nun positiv sehen muss, dass nun umgedacht wird? Wenn es klappt, behalten mehr Leute ihren Job, als wenn wir alle zusammen untergehen. Trotzdem werden Morgen Menschen echt schlechte Nachrichten bekommen. Jetzt wo die Weihnachtszeit ansteht. Und wie gut die Chancen für den einzelnen stehen, weiß ich nicht. Sie müssen gehen, weil andere Fehler gemacht haben. Und diejenigen kriegen keine Konsequenzen zu spüren. Fair ist das alles nicht gerade.

Aber dann wiederum ist es auch leider nicht das erste Mal, dass ich so etwas mitbekomme. So sehr ich meinen Job liebe, aber diese Situationen hasse ich. Da wäre ich manchmal lieber weit weg. Denn dann kommen die Gedanken. Will ich für solche Leute arbeiten? Denen ihre eigene Nase wichtiger ist, als das Schicksal derer, für die sie Verantwortung tragen. Die sie wie eine Nummer ohne zu zögern einfach austauschen. Und gleichzeitig Höchstleistungen verlangen. Das alles drückt mir mächtig auf die Motivation. Aber scheinbar ist das unsere Welt.

Ich für mich habe verstanden, dass ich es nicht ändern kann. Akzeptieren kann ich es trotzdem nicht.  Ich kann nur sehen, dass ich vorsorge so das ich im Notfall nicht ungebremst auf die Nase falle. Und immer am Ball bleibe und mich weiterbilde. Auch wenn ich am liebsten auf eine einsame Insel ziehen würde. Aber vielleicht mache ich das ja irgendwann.

Nachdenkliche Grüße aus Ruhr York

Pottnudel
















Sonntag, 22. September 2019

Sommer Comeback

Letztes Wochenende wars ja noch schön warm, aber als ich Sonntag abends noch ein bisschen die
laue Luft genoss, dachte ich auch, dass es das jetzt wohl war. Falsch gelegen. Der Sommer hat unter der Woche zwar Pause gemacht, kam dann am Samstag aber wieder zurück. Morgens ist es zwar recht frisch, aber als ich am späten Vormittag zum Einkaufen wollte, hab ich in der Tür wieder kehrt gemacht und Jeans und Sweatshirt gegen Shorts und T-Shirt getauscht. 😎

Zwei Ladungen Wäsche sind auch noch trocken geworden und ich durfte noch einmal mit dem Duft sonnengetrockneter Bettwäsche einschlafen. Das ist für mich so das ultimative Sommerfeeling. Dieser Geruch ist speziell, das kriegt man nur mit richtig warmer Sonne hin. Auch wenn es jetzt bekloppt klingt, aber ein perfekter Sommertag riecht nach Limette. Wenn es morgens noch etwas Feuchtigkeit in der Luft hat und dann schnell warm wird, ist da dieser würzig-süßliche Geruch. Den liebe ich. Dann ist Sommer.

Aber auch der Herbst steckt mir irgendwie in den Knochen. Gestern musste es deshalb trotz muckeliger 25 Grad ein typisches Herbstgericht geben. Ente mit Rotkohl und Klößen. Ente war im Angebot, da hab ich schnell zugegriffen. Und nicht richtig hingeschaut. Denn das Ding kam mitsamt Innereien. Urgs. Nun musste der Vogel erst einmal auftauen, so dass ich nicht direkt nachsehen konnte ob das Zeugs nur im Beutel reingelegt worden war oder wirklich noch alles im Original erhalten war? Gibt's sowas überhaupt? Ich weiß es nicht. In alter Gewohnheit wollte ich schon zum Telefon greifen und meine Oma anrufen. Erst hätte sie mich ausgelacht, dann mit fachlichem Rat und geistigem Beistand geholfen.

Schon in der nächsten Sekunde schoss es mir natürlich wieder durch den Kopf und die Tränen flossen. Ich hab mich immer noch nicht daran gewöhnt, dass sie nicht mehr da ist. Sie fehlt mir schrecklich...

Die Ente bekam ich allein in den Griff. Alles war ordentlich im Beutel, wie es sich gehört.

Heute Nacht kratzte es dann ordentlich im Hals und in den Nebenhöhlen. Die ersten Schnupfennasen sind unterwegs. Aber das kann ich jetzt gerade echt nicht gebrauchen. Also kam heute früh erst einmal eine ordentliche Portion Vitamine auf den Tisch. Und da ich irgendwie schon sehr viel Tatendrang hatte, wurde auch gleich noch ein Bananenbrot gebacken (ich nehme nur die Hälfte an Zucker, das reicht locker). Auch wenn meine Kastenform sich in Luft aufgelöst hat? Aber das kann mich ja nun nicht aufhalten. Die Browniepfanne tat's auch. Dazu meine Sonntags-Playlist. Keine Eile. Einfach mal die Ruhe genießen. Das hielt zwar nur so lang bis meine "Lieblingsnachbarn" wieder mal einen Familienkrieg anfingen. Also Kopfhörer auf und ausblenden. Denn meinen sonnigen Sonntag wollte ich mir dann auch nicht von Gewaltfantasien verderben lassen.

Und während Ella Fitzgerald gerade Summertime in mein Ohr trällerte, habe ich mal eine Runde durchs Netz gedreht und nachgeschaut, was denn der Indian Summer so macht. Eigentlich wollte ich meinen Roadtrip ja dieses Jahr machen. Dann wäre es in ca. 2 Wochen losgegangen. Nach Boston fliegen, Auto einsammeln und losfahren. Aber dann kamen so manche Dinge anders als geplant. Und somit werde ich mir das nun nächstes Jahr als Geschenk zum 40. gönnen. Und wenn ich noch länger die lange Fahrt morgens hinnehmen muss um dieses Projekt zusammen mit den Umzugsplänen hinzukriegen. Aber ich WILL das nächstes Jahr machen. So!

Ganz so viel buntes Laub gibt es gerade noch nicht, aber meine Pläne Mitte Oktober zu fliegen scheinen ganz gut hinzukommen. Ich hoffe es passt. Denn spontan buchen kann man so etwas ja eher nicht und nach der Natur lässt sich auch keine Uhr stellen. Von B-Town aus soll es im Bogen erst nach Norden und dann nach Süden Richtung New York gehen. Von wo ich dann den Heimweg antreten werde. Neben bunten Wäldern möchte ich auch die Küstenstädte anfahren. An der Ostküste gibt es so viele tolle Orte. Wird bestimmt nicht einfach mich da zu entscheiden. Aber ein Jahr Zeit zu planen habe ich ja noch. Und ein Jahr extreme Vorfreude und Fernweh.

Und wenn sich das Wetter hier noch so ein bisschen hält, könnte auch der Pott bald ein leuchtendes Laubspektakel erleben. Wenn es nachts kühl und tags halbwegs trocken und warm ist, machen die Bäume auch hier eine tolle Blattfärbung durch. Letztes Jahr habe ich so manches Mal gestaunt, wenn ich morgens zur Arbeit fuhr. Noch bis in den November hinein.

Für die kommende Woche siehts aber erstmal nicht so toll aus. Aber dann könnte ich ja endlich mal wieder Hühnersuppe mit Nudeln kochen. Oder in die Wellnessoase fahren. Mir fällt schon was ein.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


12 vom 12.6.2025

Der Sommer zieht ein im Pott. Die nächsten Tage werden hochsommerlich. Heute musste ich mich aber erst nochmal ins Büro begeben. Mein letzte...