Posts mit dem Label Ruhrgebiet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ruhrgebiet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 5. Februar 2020

WMDEDGT 02/20

Der Tag beginnt wie jeden Mittwoch seit dem 01.01. auf der Waage. Es geht weiter bergab, wie geplant. 😁 Mit mehr Sport und weniger Kalorien trage ich immerhin schon sieben Kilo weniger mit mir rum. Der Muskelkater ist mein ständiger Begleiter, aber ich fühle mich trotzdem schon viel besser.

Inzwischen ist es auch hell geworden und wie es die Wetterfrösche versprochen haben, ist es endlich mal trocken und der Himmel ist klar. Gestern gab es gleich zwei Mal Hochwasser-Alarm per App. Ich werfe einen prüfenden Blick in den Garten. Gestern erfuhr ich von einer Nachbarin, dass sie einen Fuchs in meinem Garten gesehen hat. Schon etwas ungewöhnlich am helllichten Tag mitten in der Stadt. Aber ich sehe nichts. Also gehts erst einmal ans Frühstück machen.

Danach ein bisschen Hausarbeit und Papierkram, danach könnte ich im stehen einschlafen. Also gönne ich mir ein Mittagsnickerchen. Danach bin ich wieder fit und will endlich in die Sonne. Zuerst gehts nach Rüttenscheid, Ein bisschen bummeln und was Süßes.


Der Kuchen ist mäßig, aber die Kekse sind der Hammer. Wie praktisch, dass man sie gleich vor Ort kaufen kann 😁

Weiter gehts zum Grugapark. Seit Samstag ist wieder Parkleuchten. Wie erwartet ist nicht viel los mitten in der Woche. Mit ein paar Plätzchen vertreibe ich mir die Zeit, bis es dunkler wird.


Eine Ente möchte wohl auch gern etwas knabbern und wirft sich vor einem Scheinwerfer in Pose 😁

Dann gehts auf Fototour durch den Park. Aber dieses Jahr sind  weniger Projekte dabei und manche Bereiche werden nicht angeschaltet. Nach zwei Stunden sind meine Oberschenkel tiefgefroren.








Dann gehts ab nach Hause. Unter der Dusche wieder auftauen und dann ab auf die Couch. Fotos durchsehen und bloggen. Dann mal schauen, was sonst noch so im Netz los war.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel





Sonntag, 26. Januar 2020

Sonntag

Ja, im wahrsten Sinne des Wortes ließ sich heute die große gelbe Scheibe blicken. Das hat echt
Seltenheitswert hier, vorwiegend regnet es nämlich seit Wochen oder es ist einfach nur fies dunkelgrau. Und auch wenn ich eigentlich müde war und der Muskelkater schnurrte, die Sonne fiel so schön auf meine Wohnzimmerdeko, da überwand das schlechte Gewissen den inneren Schweinehund. Und die Aussicht auf zwei weitere Wochen Regen und grau stehen auch und der Wetter-App. Also Hühner gesattelt und ab nach draußen.

Nun mangelt es nicht an Ausflugszielen im Pott, aber ich war heute nicht kreativ genug um eine neue Strecke zu testen also griff ich auf Altbewährtes zurück. Der Ümminger See in Bochum sollte es also sein. Eine überschaubare Strecke führt einmal ums Wasser. Stege und eine Insel sind für die Vögel zum Brüten da. Spielgeräte für Kinder gibt es auch reichlich und einen Parkours-Sportplatz für die großen Kinder auch. Im Sommer darf dort auch gegrillt werden, aber dann ist es meist so voll, das finde ich eher unentspannt.

Heute war auch Slalomlauf angesagt, da wackelig schwankende Kleinkinder ihre Beine oder Fahrräder ausprobierten. Diverse Hunde führten ihre Herrchen spazieren und so manche Leine wickelte sich um die Beine von Unbeteiligten. Und als ich gerade so ein richtig schönes Foto von Wasservögeln auf dem Steg schießen wollte, warf eine Familie (verbotenerweise) reichlich Brot ins Wasser und mein Motiv war dahin. Naja...

Aber immerhin gab es auch die ersten Frühlingsboten. Ein paar Kätzchen sind schon geschlüpft. Aber man muss da realistisch bleiben. Der Februar und auch der März stehen noch an und da kann es noch fies kalt werden. Ich wünschte wir hätten schon März. Ich mag keinen Winter mehr.



So, jetzt ab auf die Couch und den Rest vom Sonntag verfaulenzen.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Samstag, 30. November 2019

Advent - mal wieder

Morgen ist es mal wieder soweit. Die erste Kerze am Adventskranz wird angezündet. Der Countdown
für Weihnachten hat ja im Prinzip gestern schon begonnen. Inzwischen haben wir hier auch voll den Black Friday von dem Amerikanern übernommen. Die ganze Woche quoll mein Postfach über von Angeboten und vermeintlichen Schnäppchen. Dank der vielen Online-Angebote geht es hier nicht so krass zu, wie früher in den USA, wo sich Leute manchmal Mitten in der Nacht gegenseitig an den Kragen gingen, um noch eins der begehrten Schnäppchen zu ergattern.

Dafür könnte man meinen, dass die Aggression auf die Straßen verlegt wird, wo gestern gefühlt das halbe Ruhrgebiet unterwegs war. Da die A40 derzeit generell nicht mehr benutzbar ist, habe ich es mal wieder mit ein paar Schleichwegen versucht und ich muss schon sagen: Herzlichen Glückwunsch Straßenbauamt. Wirklich jede Ausweichstrecke durch Baustellen lahm zu legen, das muss man wirklich erstmal schaffen...

Dank letzter Urlaubstage, die noch zu verbummeln waren, konnte ich mich Zuhause auch mal der Weihnachtsdeko widmen. Aber es will gerade so gar keine Weihnachtsstimmung bei mir aufkommen. Das Jahr an sich war echt bescheiden und nun fange ich gerade wieder an Bewerbungen zu schreiben.  Denn mein neuer AG hat sich wohl ziemlich verrechnet, was dazu führt, dass ich kaum Arbeit habe und mehr als Babysitter für ungeeignete Führungskräfte fungiere. Kommt natürlich super gut, wenn man sich nach 3 Monaten schon wieder umsieht und ich male mir eher bescheidene Chancen auf eine gute Alternative aus...  Außerdem gehört die Raterei was Personaler hören wollen, nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich möchte einfach mal langsam ankommen und einfach nur einen halbwegs vernünftigen Job für die nächsten Jahre finden. Alle privaten Projekte wie Umzug und Urlaub hängen jetzt schon wieder in der Warteschleife. So viel zum Thema "The most wonderful time of the year".

Da ich den Shoppingwahnsinn gestern umgehen wollte, war ich Donnerstag schon los und hab mir ein paar neue Bücher gegönnt. Dann noch einen überteuerten aber leckeren Kaffee auf die Faust und das meiste für Weihnachten habe ich auch schon zusammen.

Heute Abend werde ich dann den traditionellen Adventskuchen von meiner Oma backen. Sie hat ihn an jedem Adventssonntag gebacken und es hat Jahre gebraucht, bis sie das Rezept rausrückte. Ich gebe es aber gern weiter. Der Kuchen ist wirklich super lecker und hält sich gut ein paar Tage, also auch super für Weihnachten geeignet.

250 g Mehl
2 Eier
150 g Zucker
200 g Butter
1-2 TL Zimt
2 gehäufte EL Kakao
100 g Schokoraspel
1/8 L Rotwein
½ Pk Backpulver
1 Pk Vanillezucker
45 bis 60 Min bei 160 °C backen. 


Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Dienstag, 19. November 2019

Weihnachten im Pott

Man soll sich ja über die kleinen Dinge freuen, ne? So bekam ich heute eine Stunde geschenkt. Wenn ich es mir schön rede. Ich musste einkaufen und wollte den Mörderverkehr auf der A40 umgehen. Hatte nur nicht auf dem Plan, dass die Umleitung zwei  riesen Baustellen hat. Am Ende sah ich nach ewigem Stau genervt auf die Uhr. Schon viertel nach sechs? Super...

Zuhause angekommen wunderte ich mich dann, warum die Waschmaschine noch nicht fertig war, die ich vor meiner Abfahrt noch angestellt hatte. Und dann dämmerte es. Meine Uhr im Auto hat noch Sommerzeit...

So hatte ich also noch jede Menge Zeit für ein gemütliches Abendessen, Simpsons gucken und endlich mal über Weihnachten im Ruhrgebiet zu bloggen. Oder mehr die Zeit davor.

Die Anwohner hier müssen in den kommenden Wochen nun stark sein, denn zum üblichen Verkehrschaos kommen nun noch die Weihnachtsmarktouristen hinzu. Viele kommen gleich in ganzen Busladungen aus den Nachbarländern angereist. Was jedes Jahr zu einem wahren Battle unter den Städten hier führt. Wer bekommt die meisten Besucher? So werden teils ganze Straßen als Busparkklplätze gesperrt. Kann man doof finden, wenn man in die Stadt muss und die Parkhäuser aus allen Nähten platzen.

Dazu kommen die Leute von nah und fern, die nach Feierabend noch schnell in die Stadt fahren um über den Weihnachtsmarkt zu bummeln, weil am Wochenende ist es ja so voll. Eine Rechnung, die nie aufgeht und so stehe ich um Weihnachten rum jeden Abend mindestens 30 Minuten länger auf der A40...

Aber gut, vom Nervfaktor Stau abgesehen, sind se ja doch schön, unsere Märkte hier im Pott. Also mal ein kleiner virtueller Rundgang.

In Essen begrüßen den Besucher am Eingang vom Bahnhof aus ziemlich merkwürdige Plastikbäume. Hier war das Design eher nachrangig, denn eigentlich verstecken sie nur die Betonpöller, welche Amokfahrten verhindern sollen. Gabs bis vor ein paar Jahren auch noch nicht hier. Jetzt sind sie in jeder Stadt Standard.

Quer durch die Innenstadt verteilen sich mehrere Märkte. In der Mitte spannt sich ein riesiges Lichternetz über den Kenedyplatz. Überhaupt gibt es viel Beleuchtung, denn der Weihnachtsmarkt und die Lichterwochen gehören in Essen zusammen wie Stulle und Butter.

Ebenfalls nicht wegzudenken ist die Perukartoffel. Seit ca. 30 Jahren soll es die  schon geben. Und seit ca. 15 Jahren gehört sie zu meinem Speiseplan im Dezember. Und auch wenn immer mal wieder versucht sie nachzumachen. Nur in Essen schmeckt sie am besten. Eine Art riesige Krokette gefüllt mit Schinken, Käse und Mais oder Hackfleisch, mit super leckerer Soße und absolut genialem Krautsalat versteckt sich hinter dem Namen. Sie ist riesig. Ein echter Kawenzmann, wie der Pottler sagen würde. Zu Deutsch: Davon werden locker zwei Leute satt. Was den hohen Preis rechtfertigt, wie ich finde. Super fand ich immer schon das Mehrweg-Geschirr, das es schon lange vor der Anti-Plastik-Welle gab.

So einfach findet man den Stand nicht. War er früher prominenter platziert, führten die irre langen Schlangen aber zu größerem Chaos auf dem Kenedyplatz. Aber wer nach vielen wartenden Leuten Ausschau hält, wird den sonst unscheinbaren Stand finden. Die Mädels hinterm Tresen kommen extra aus Peru angereist und haben den Laden bestens im Griff, also auch bei langen Schlangen dauert es nicht zu lang.

Ich mag ja sonst am liebsten den Mittelalter-Weihnachtsmarkt in Essen. Bei gemütlichem Feuer und Honigwein ist es hier deutlich ruhiger, als im restlichen Trubel.

Auch immer gut besucht ist der Weihnachtsmarkt in Dortmund. Hier steht der angeblich weltweit größte Weihnachtsbaum im Zentrum der Aufmerksamkeit. Naja,ein einzelner Baum ist er nicht, sondern gut 1.700 Bäume türmen sich gemeinsam auf. Ich kann ums Verrecken die Bilder nicht finden...

Naja, egal. Kulinarisch hat der Markt einiges zu bieten. Das Spießbraten-Brötchen vor der Reinoldikirche ist der absolute Hammer. Auch die frittierten Käsespieße neben dem riesen Baum sind nichts für die schlanke Linie, aber für den Gaumen. Am besten mit Knoblauchsoße. Und den Kartoffellord findet man hier ebenfalls. Backkartoffel mit Kräuterbutter, Käse und Sauce Hollandaise hört sich wild an, schmeckt aber verdammt gut.

So richtig gemausert hat sich der Weihnachtsmarkt in Bochum. Zu meinen Studienzeiten war er eher für billigen Glühwein und wenig Action bekannt. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Das findet der Weihnachtsmann so toll, dass er regelmäßig seine Runden über dem Markt fliegt. Muss man mal gesehen haben.

Wirklich nett mit seinen Holzhütten ist auch der Weihnachtsmarkt am Centro in Oberhausen. Gleich nebenan in der Mall kann man seine Weihnachtseinkäufe erledigen. Auch hier wird reichlich geschmückt. Wie übrigens auch in den anderen Konsumtempeln im Pott. Jedes Jahr mit anderem Motto erinnert mich das alles schon ziemlich an die überladenen amerikanischen Weihnachtsdekos.
Aber irgendwie mag ich es doch.

Wer es etwas szenischer mag, wird den Markt in Hattingen oder am Schloss Broich mögen, mit historischer Kulisse. Ein ebenfalls großer szenischer mittelalterlicher Markt findet im Fredenbaumpark in Dortmund statt. Kostet aber Eintritt.

Auch Crange lässt sich an Weihnachten nicht mehr lumpen. Sonst eher für die riesige Sommerkirmes bekannt, geht es hier nun auch im Winter rund. Neben Glühweinstand und Rodelhütte gibts auch Fahrgeschäfte. Mir persönlich ist das etwas zu viel Trubel und Rumtata für die besinnliche Jahreszeit.

Zum ersten Mal in diesem Jahr werde ich mir den Weihnachtsmarkt auf der Zeche Zollverein ansehen. Vor der Kulisse des Weltkulturerbes dürfte das Weihnachts-Pott-Feeling dann wohl perfekt sein.

Vorweihnachtliche Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



















Sonntag, 15. September 2019

Bergsteigen auf Pott-Art

Blick von der Halde Beckstraße/ Tetraeder
So, es wäre mal an der Zeit ein Hauptthema dieses  Blogs mit Leben zu füllen. Nämlich mit den
Eigenarten und dem Leben im "Pott". Auf Hochdeutsch handelt es sich dabei um das Ruhrgebiet.

Früher hat man hier vor allem Kohle aus der Erde geholt. Rauchende Schlote und viel Ruß gehörten dazu. Die Bergleute oder auch "Kumpel" waren allgegenwärtig. So richtig sexy war die Gegend vielleicht nicht, aber ein Wirtschaftsmotor für Deutschland. Dann wurde Kohle aus dem Ausland billiger und generell nicht mehr so viel benötigt. Das Bergwerksterben begann und das größte Ballungsgebiet in Deutschland (Platz 5 in Europa) musste sich etwas Neues einfallen lassen.

Ob der Wandel nun gut gelungen ist, ist vermutlich Ansichtssache. Viele große Unternehmen findet man hier und eine bunte Landschaft an Industrie, Menschen und besonderen Orten. Einige große Städte sind so nah zusammengewachsen, dass man manchmal nur die Straße überqueren muss und schon befindet man sich im nächsten Ort. Das gibts ja nun nicht überall. Auch wenn die Städte leider nicht besonders gut zusammenarbeiten (Stichwort ÖPNV), so kann man durchaus von der Metropole Ruhr sprechen, in welcher über 5 Millionen Menschen Leben.

Wer zum ersten Mal herkommt stellt schnell fest, dass das graue Industrieimage Geschichte ist. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sehr grün ist es hier. In den Städten genauso wie im Umland, welches Wälder, Seen und viel Natur zu bieten hat.

Aber an manchen Städten oder Stadtteilen ist der Wandel nicht spurlos vorbeigegangen. Mal ganz davon ab, dass viele alte Gebäude den Krieg nicht überlebten und nicht immer nach Schönheit ersetzt wurden, haben die Wirtschaftsdellen auch manche Orte verfallen lassen. Und so hat der Pott neben vielen schönen Seiten auch so seine Narben.

Aber es gibt hier eben auch diese besonderen Orte. Industriedenkmale, die heute gern von Touristen besucht werden und zu Orten für Kunst und Kultur geworden sind. Und das Ruhrgebiet ist sich seines Erbes bewusst und versucht trotz knapper Haushalte diese zu bewahren.

Auch wenn das Ruhrgebiet alles andere als Flach ist, findet man hier eine besondere Form der Erderhebung. Die Halden. Wenn man von einem Aussichtspunkt den Blick schweifen lässt, sieht man so manchen Hügel aufragen, der nicht so recht in die Landschaft zu passen scheint. Dies sind nicht etwa liegengebliebene prähistorische Wanderdünen, sondern Aufschüttungen von Material welches beim Bergbau überflüssig war. Man sagt auch Abraum dazu.

Tetraeder
Insgesamt gibt es weit über 200 Halden im Pott und sie können bis zu 140 Meter hoch sein. Und das beste ist, man kann auf einige von ihnen hinaufsteigen. Oder auch radeln. Je nachdem was die Muskeln so hergeben. Denn mit dem Ende des Bergbaus wurden auch die Halden für ihren ursprünglichen Sinn nicht mehr gebraucht. Aber wo hätte man mit so viel Erde und Geröll auch hingesollt? Also wurden viele Halden begrünt, bekamen Gehwege, manchmal auch Treppen und einige von ihnen sind Ausstellungsorte für Kunstinstallationen. Soll sich ja auch lohnen, wenn man da schon hockraxelt. Wobei es auch gemütlicher begehbare Halden gibt. Und der Ausblick lohnt sich immer.

Wenn man also so durch das Ruhrgebiet fährt, sieht man manches Mal Umrisse auf Bergen, die eindeutig nicht natürlichen Formen entsprechen. Das ist dann eine solche Kunstinstallation. Oft ins Auge fällt dabei der Tetraeder. Er steht auf der Halde Beckstraße in Bottrop und ist weithin auch von den Autobahnen sichtbar. Die Halde selbst ist recht human besteigbar. Nicht zu steil und auch nicht zu hoch. Wer es sportlicher mag, kann auch die fast 400 Stufen hochsteigen. Die Wege sind gut befestigt. Wer jedoch den Sonnenuntergang bestaunen will, sollte danach zeitnah den Abstieg beginnen oder eine Taschenlampe mitbringen. Denn beleuchtet ist die Halde nicht. Im Gegensatz zum Tetraeder selbst, welcher nachts angeleuchtet wird.

Einmal oben angekommen, denkt man leicht an eine Mondlandschaft. Die Halde selbst ist zwar begrünt, auf dem Plateau liegt allerdings Schotter und der Tetraeder ragt in den Himmel auf. Aliens gab es hier übrigens wirklich mal. Aus Schotter zwar, aber beeindruckend sahen die Bilder allemal aus. Fanden nur die Behörden leider nicht und ließen die Bilder wieder mit dem Bagger entfernen.

Auf insgesamt 3 Aussichtsplattformen in bis zu 38 Meter Höhe hat man sicher einen tollen Ausblick auf den Pott. Wenn man schwindelfrei ist und es nicht stört, dass die Treppen etwas schwanken. Mich störte das und meine Höhenangst half da auch nicht weiter. Aber auch von unten sieht er nett aus. Und der Ausblick von der Halde in immerhin 80 Meter Höhe ist auch nicht zu verachten.

Roboterkreatur auf der Halde/ Extraschicht 2019
Neben dem jährlichen Treppenlauf finden auf der Halde immer mal wieder Veranstaltungen statt. In diesem Jahr zum Beispiel bei der ExtraSchicht. Die besondere Atmosphäre wurde thematisch aufgefasst und neben skurrilen Robotern und außerirdisch anmutenden Gestalten gab es eine Höhenshow mit Artisten. Sehr schön. Auch wenn aufgrund der Trockenheit das Feuerwerk ausfallen musste. Aber man konnte das Feuerwerk anderer Spielorte gut sehen.

Aber auch ohne Show lässt es sich dort gut aushalten. Nebenan liegt die Skihalle Bottrop. Weiter kann man Essen, Oberhausen und Gelsenkirchen mit einigen Landmarken sehen und bei guten Wetter kann man auch einen Blick auf Duisburg und Düsseldorf werfen.

Parken kann man am Fuß der Halde kostenlos. Verpflegung sollte man sich einpacken. Bänke gibt es auf der Halde aber weder Gastronomie oder Toiletten.

So, Petrus meint es hier heute noch einmal gut. Die Terrasse ruft und möchte von Verblühtem und zu groß Gewachsenem befreit werden.

Und in 100 Tagen ist übrigens Weihnachten. Nicht vergessen 😁

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


12 vom 12.6.2025

Der Sommer zieht ein im Pott. Die nächsten Tage werden hochsommerlich. Heute musste ich mich aber erst nochmal ins Büro begeben. Mein letzte...