Dienstag, 12. Oktober 2021

12 vom 12.10.21

Ich bin immer noch nicht wieder ganz fit. Aber immerhin werde ich ungeduldig, das ist glaube ich ein gutes Zeichen 😎 

Der 12. Oktober war vorwiegend grau, kalt und nass. Also erstmal dicke Socken an.

Dann kleines Frühstück, eigentlich mag ich nicht, aber die Drogen gehen nicht auf leeren Magen.


Der Blick nach draußen ist nicht gerade erheiternd.


Ein kleines bisschen in ich gerade froh, da nicht raus zu müssen. So richtig klappt es noch nicht mit der Konzentration, also hole ich mir ein uraltes Buch, welches ich als Kind schon gern gelesen habe. Es ist lustig und leicht. Genau richtig gerade.


Von der Couch aus fällt mein Blick auf mein neuestes Werk, zwar noch nicht ganz fertig, kaschiert die ungeliebte Steinwand aber ganz gut.

  


Lesen geht nicht lange - Kopfschmerzen. Also ein bisschen Simpsons. Geht immer.


Dabei döse ich ein bisschen weg. Als ich wach werde, knurrt der Magen. Ist auch schon zwei Uhr. Also gibt's erst mal Mittag.


Dann bringt der Postmann meinen neuen Travelbuddy. Der darf künftig mit auf Reisen und Modell stehen. Ein bisschen ärgere ich mich schon, denn die Figur ist definitiv gebraucht, entgegen der Artikelbeschreibung. Aber ich dachte es mir schon, da sie ziemlich günstig war. Aber ich will das Ding nicht sammeln sondern als Fotoobjekt einsammeln. Da werden schon noch Kratzer dazu kommen. Ich fand den kleinen Kerl einfach zu süß 😍


Nach dem Essen geht's mir etwas besser und ich versuche mal mein Gehirn zu benutzen. Meine Lernereri geht nicht voran und ich will, will, will Anfang November die Prüfung schaffen.


Das Wetter kriegt sich nicht ein. Regen, Regen, Regen...


Ich erwische mich gerade, wie ich die Einkaufsapp nach Printen durchsuche. Da fällt mir ein, ich hab ja Punsch da (bleifrei versteht sich). Winterapfel und rote Früchte. Letzteren kenne ich schon, also probiere ich mal Apfel. Ist nicht so toll, wie der Rote. Etwas bitter sogar, aber mit Direktsaft und Gewürzen und ohne Farbstoffe und zusätzlichen Zucker schon ein gutes Produkt. Und ich trink ja keinen Tee und nicht so gern Kaffee, also ist es super für den Winter, wenn man mal was Warmes braucht.


Nachher dann noch ein paar Vitamine und dann ist der regnerische Krankentag auch rum.



Weitere 12 von 12 gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel





Dienstag, 5. Oktober 2021

WMDEDGT 10/21

 Ich bin krank. Aber mal so richtig. Schwanke hier so zwischen Fieber, Schmerzen und Halbschlaf. Aber man kann ja nicht nur rumliegen und so wage ich hier und da einen Blick in meine Prüfungsvorbereitung. Da ging es zuletzt eh nicht so dolle vorwärts aber mein Gehirn ist einfach gerade nicht kooperativ. 

Also surfe ich mal so durchs Netz um nach Tipps zur Vorbereitung zu schauen und kriege erstmal einen riesen Schreck, denn offensichtlich hat sich an der Prüfung was geändert, was mir total durchgegangen ist. Jetzt nochmal 2000 Euro für einen neuen Kurs hinlegen?? Nochmal durchs Audit?? Nochmal 400 € für die Prüfung zahlen?? Warum haben die mir das letztens nicht gesagt, als ich wegen der Verlängerung gefragt hatte??  Mir wird nicht nur wegen der Bazillen in meinem Körper speiübel.

Der Chat mit dem Institut bestätigt dann aber, dass ich noch mit meiner Vorbereitung im Rahmen liege. Dennoch youtube ich mal, was sich denn da genau geändert hat. Scheint alles nicht so wild zu sein (wenn man das vorher weiß und nicht erst in der Prüfung drüber stolpert und dann in Panik ausbricht), denn es geht mehr in den agilen Bereich jetzt und ich habe noch nie strikt klassisch gearbeitet. Also werde ich mir noch mal ein paar Fachvokabeln vornehmen und dann soll es wohl hinhauen.

Extrem hilfreich finde ich dann Videos über das Thema situative Multiple-Choice-Fragen. Damit habe ich (und die Kommilitonen) im Vorbereitungskurs zu kämpfen gehabt und die Antwort vom Dozent war immer, dass man das halt lernen muss. Nun stellt sich heraus, dass man da aber durchaus systematisch rangehen kann. Und siehe da, auf Anhieb sind alle Testfragen richtig beantwortbar. 

Ich muss zwar noch weiter einiges pauken, aber jetzt kenne ich ein paar Tricks, die das Lernen effektiv und effizienter machen. Das hinterließ dann doch ein gutes Gefühl für heute. Auch wenn ich mich geärgert habe, dass der Dozent das für viel Geld nicht vermitteln konnte, aber ein Gratisvideo auf Youtube.

Jetzt bin ich aber platt wie nach einem Marathon, bin halt doch nicht ganz fit und rolle mich mal wieder auf der Couch zusammen.

Etwas mehr Aktion gabs vermutlich bei den anderen Bloggern hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 26. September 2021

Bye Bye Mutti

Heute wird mal wieder gewählt. Aber eine ist nicht mehr dabei. Die Mutti geht in Rente. Nach 16 Jahren. Damit war sie einen großen Teil meines Erwachsenenleben an der "Front". 

Am Anfang war ich kein Fan. Von Haus aus war ich eh keine CDU-Wählerin und die Dame erschien mir am Anfang ziemlich unpersönlich. Aber wie so viele andere hat sie mich dann doch überzeugt. 

Besonders mochte ich, wie über die Jahre immer öfter mal ihre Persönlichkeit durchschien. Ihr Gekicher ist legendär und gleichzeitig hat sie eine unfassbare Geduld, für die ich sie beneide. Manches Mal habe ich mir so gedacht: Warum haut sie nicht mal auf den Tisch. Stattdessen ließ sie ihre Zweifler sanft auf die Nase fallen und bekam dann doch ihren Willen. Die anfänglich sichtbaren Machtkämpfe wurden weniger (zumindest nach außen) und die Mutti wurde zur Führungsfigur, national wie international. Manche schwierigen Situationen hat sie mit ihrer Besonnenheit gemeistert. Ich denke an die Krimkrise zurück, wo es aus allen Ecken Kriegsgeschrei gab, aber nicht mit der Mutti. Mit manch anderem Politiker an der Spitze hätte das übel ausgehen können.

Nicht nur national sondern auch international hat uns die Mutti gut vertreten, hat deutliche Fußspuren im Aufbau der EU hinterlassen und unser Land auch in und nach der Finanzkrise stabilisiert, so dass wir auch Corona einigermaßen gut überstanden haben. Auch wenn ich nicht immer hinter allem stand, im Großen und Ganzen geht es uns hier vergleichsweise gut. 

Die Mutti stand weltweit für Vertrauen, Partnerschaft und klare Worte. Sie war der Farbtupfer in der Masse der grauen Herren. Somit gelang es ihr auch das Ansehen Deutschlands im Ausland zu verändern. 

Auch wenn ihr nicht immer alles gelang, große Skandale oder Abgehobenheit kannte man von der Mutti nicht. Sie schob ihren Einkaufswagen stoisch selbst, hielt ihr Privatleben so gut es ging aus der Öffentlichkeit. Bei allem was sie tat hatte man das Gefühl, dass Deutschland für sie im Mittelpunkt steht, nicht ihre eigene Lobby oder tolle Nebenjobs. Diese Normalität und Bodenständigkeit machte sie noch mehr zu einer Bank und schließlich zur Mutti der Nation.

Zuletzt konnte man sehen, wie sie etwas an Elan verlor. Wenn man sich mal so ihre Tagesabläufe ansieht, ziehe ich eh den Hut. Aber 16 Jahre Dauerstress in einer immer verrückter werdenden Welt, da kann wohl jedem mal die Puste ausgehen.

Leider scheiterten ihre Versuche eine(n) Nachfolger(in) für alle Deutschen aufzubauen. AKK und Ursel eigneten sich nicht und die sich in der Führung sehenden Herren waren mehr an ihren eignen Zielen interessiert, als darauf zu  hören, was das Volk  will. Was ja in der Politik eh immer mehr so ist. 

Doch gerade jetzt bräuchten wir eine Führungsfigur, die den Weg zurück in eine neue "normale" Welt aufzeigt. Große Themen stehen an. Klima, soziale Sicherheit, Migration, Digitalisierung, Sicherheit. Die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Welt weiter verändern wird, wird nicht geringer. Doch so richtig einen Plan scheint keiner zu haben. Deshalb ist es mir auch noch nie so schwer gefallen, eine Entscheidung zu treffen.

Aber egal, wie heute die Ergebnisse ausgehen, mir wird sie wirklich fehlen. Mach`s gut Mutti, allet Jute und  Danke für alles!


Sonntag, 12. September 2021

12 vom 12.09.21

 Urgs, was ein Wochenende. Vorwiegend Arbeit. Ich glaub ich muss jetzt bald mal meine letzten unverplanten Urlaubstage einsetzen.

Normalerweise bleib ich am Wochenende gern noch liegen, lese das Netz leer, höre Musik oder schlafe dekadent wieder ein. Heute nicht. Der Berg Arbeit rief. Kurzer Blick auf den neuen Pyjama. Lang ist wieder angesagt, aber Moskitonetz muss doch noch sein.


Auf dem Weg nach unten bleibe ich im Kleiderzimmer stecken und muss da erstmal das Chaos beseitigen, das sich so im Laufe der Woche angesammelt hat. Im Bild ist alles wieder klar Schiff. Und ja, ich habe viel zu viele Schuhe (das sind nicht mal alle hier).



Wo ich gerade am Aufräumen bin, noch fix die Spülmaschine ausgeräumt.


Dann gibts erstmal ausgiebig Frühstück, aber schon mit Arbeit nebenbei.


Man merkt, es wird Herbst. Ich habe überall diese kleinen Spinnen. Glücklicherweise wirklich nur die Kleinen. Aber überall die Halloween-Spinnennetze.


Nach dem Frühstück noch kurz Sonne tanken.


Und ein paar Kreuzchen machen.


Herbstdeko steht hier auch schon.


Und dann gehts an die Arbeit.


Zwischendurch ein Brownie. Aber ich hab vergessen ein Bild zu machen. 



Frischluftpause. Die Astern habe es hinter sich.


Irgendwie haben mich die verdammten Blutsauger heute doch erwischt. Also eine Runde Mückenstiche killen. Das ist echt unangenehm, aber hilft.


So, das wars. Ich geh mal was Essbares produzieren. Noch mehr 12 von 12 gibts hier. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Donnerstag, 9. September 2021

Einfach mal Lachen

Ich bin ein emotionaler Mensch, sagt mein Chef. Und da hat er recht. Ich bin auch sehr direkt, passioniert, totehrlich und entweder reiße ich Menschen mit oder ich überrumple sie. Dennoch ist meine Energie auch etwas, was mir hilft schwierigste Situationen zu meistern. Und da unterscheide ich mich tatsächlich von vielen Kollegen in meinem Metier. Wo andere die Brocken werfen, drehe ich Projekte in die Erfolgszone. Durch all die Krisen, die ich gesehen habe, sehe ich sie nicht nur kommen, sondern bewahre inzwischen ein ganzes Team vor Fallstricken, so dass wir selbst in der Todestransformation derzeit, relativ unfallfrei ein Monsterprogramm in Mordstempo liefern.

Zumindest der emotionale Teil ist etwas, was ich jetzt als Führungskraft aber echt im Zaum halten muss. Trotzdem klappt das manchmal nicht. 

Was mir bisher nie so klar geworden ist, ist dass diese Schwäche auch gegen mich verwenden kann. Denn wenn Leute mir was wollen, brauchen sie nur gewisse Knöpfe drücken und haben dann einen guten Grund, mich doof dastehen zu lassen. Egal, wie gut ich meinen Job sonst mache. Und ich mache ihn offensichtlich sehr gut, wie mir versichert wird. Was aber eben nicht nur Anerkennung auf den Plan ruft, sondern auch Neider. 

Denn da ist zum Beispiel dieser Kollege, der mal der Nachfolger meines Chefs werden soll. Und da er von Tag eins an mit Inkompetenz glänzt, mein Chef aber seinen Ausstieg in spätestens zwei Jahren plant, hat er ihn erst mal auf ein Podest gestellt. Also werde ich den Teufel tun, diesen Kollegen zu kritisieren. Aber den ganzen Bullshit von ihm schlucken, ist echt Schwerstarbeit. Aber ich halte mich noch gut, lächle und winke. Und der Typ brodelt. Zumal mein Team echt gut performt, während aus seinem Bereich nur Kacke kommt und er immer wieder an seine Verantwortungen erinnert werden muss. Die er nicht vergisst, sondern gar nicht als seine sieht.

Gleichzeitig ist er von der Fraktion, die die Arbeit anderer als seine eigene ausgibt. Und da habe ich jetzt mal einen Riegel vorgeschoben und dezent dafür gesorgt, dass klar wird, von wem welche Arbeit kommt.

Das wurde auch gesehen und der Kollege musste sich erklären. Gleichzeitig wurde es zum Anlass genommen, gewisse Aufgaben mal wieder an ihn zurück zu geben. Was ihm gar nicht schmeckte. Und da dieser Kollege nach Außen immer das Gesicht wahrt, gibts dann hinten rum Zunder.

Also bin ich eigentlich doch sehr dankbar, dass mir mein Chef das alles so klar vor Augen geführt hat. Denn während ich noch das Gespräch mit ihm verdaue, kommt mein "Lieblingskollege" schon wieder um die Ecke und er weiß offensichtlich genau, wie er mich auf die Palme bringt. Oder er glaubt es. 

Und wie mir gerade der Puls hoch steigt, kommt mir mein Chef in Erinnerung. Also führe ich mir vor Augen, wie oft ich allein diese Woche bei diesem Kollegen Volltreffer gelandet habe. Teils mit Absicht, teils unbeabsichtigt. In einem Meeting konnte sich mein Chef außerdem auch nicht verkneifen, dem Kollegen einen ordentlichen Seitenhieb zu geben. Vor mir. Und das muss ihm nochmal so richtig zugesetzt haben, denn die Fassade hatte echt Risse. Dann musste ich in ein Meeting dazu kommen, weil er es nicht in den Griff bekam. Innerhalb weniger Stunden war alles geheilt und da ein Spitzel des CEO anwesend war, ist es auch direkt da gelandet. Anschließend wollte er in einem Workshop eine sehr mittelmäßige Leistung als Best Practise von mir bestätigt wissen. Ich war darauf nicht vorbereitet und habe ehrliches Feedback gegeben. War nicht so in seinem Sinne. Auch, als der Chef offen sagte, dass mein Team seine Aufgaben ohne Probleme übernehmen kann, aber nicht umgekehrt, hat ihm das nicht geschmeckt.

Ich will den Job von meinem Chef nicht geschenkt, aber ich mache mich nicht künstlich klein und das setzt eben jenen angehenden Möchtegern jetzt unter Druck. Also war es ja eigentlich absehbar, dass vermeintlich freundliche Mails kamen, gespickt mit Triezereien und beinahe wäre ich ihm auf den Leim gegangen. Und wie ich so auf dem Balkon stehe und mein Gemüt kühle, wird mir plötzlich total klar, was mein Chef meinte. Der Typ kann sich offen nicht gegen mich stellen, also muss er mich aus der Reserve locken. Und wie ich gerade so denke, wie oft der Typ gerade auf die Fresse bekommt, musste ich einfach nur lachen. Und ja, Schadenfreude wahr auch dabei, bin ja auch nur ein Mensch. 

Worüber ärgere ich mich? Der Typ ist ein Clown. Und egal, ob seine Inkompetenz gesehen wird. Wenn ich ihm an den Hals springe, kann ich nur verlieren. Also sollte ich seine Versuche, mir Fallen zu stellen eher als Ansporn nehmen, keine Fehler zu machen.

Und so sehr ich meinen Job liebe, aber ist das meine Welt? Diese ganze Politik und das Gerangel um Positionen? Und das ist es, was mich wirklich beschäftigt. 

Ich will sicher nicht in die C-Suite. Ich will mein Wissen erweitern, teilen und auch immer die Möglichkeiten haben, mir die Hände selbst schmutzig zu machen. Und da hänge ich zwischen den Welten. Viele Manager können vielleicht delegieren, aber nicht im Notfall selber machen. Dafür beherrschen sie diese ganzen dummen Spielchen deutlich besser, als ich. Ich habe mich schon so oft gefragt, warum so viele Manager so aalglatt und unpersönlich sind. Offensichtlich, weil sie ständig auf der Hut sein müssen. Boah, das ist echt so gar nicht meins.

Also wohin geht der Weg für mich? Ich google schon die ganze Woche, wie man Sprinter in Camper umbaut. Damit fahre ich dann um die Welt, muss nur hier und da mal Sprittgeld erjobben, aber der ganze politische Kram bleibt mir erspart. 

Oder ich mache doch endlich mein Cafe auf und backe den ganzen Tag Waffeln. Die Welt braucht mehr schöne Sachen, sollen sie sich doch in der Chefetage die Köppe einschlagen, aber bitte ohne mich.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 5. September 2021

WMDEDGT 09/21

 Es ist Sonntag, die Sonne scheint. Um kurz nach halb acht bin ich wach. Nach einer echt bescheidenen Woche habe ich so ziemlich genau acht Stunden ohne Unterbrechung tief geschlafen und fühle mich einigermaßen fit. 

Die Nachbarschaft ist noch friedlich ruhig, nur ein paar Vögel piepsen. Mit einem Glas Orangensaft setze ich mich ins Sonnenbeschienene Wohnzimmer und schreibe eine Email, die ich seit zwei Tagen im Kopf formuliere. 

Dann setze ich mich auf den Balkon. Und auch wenn dort die volle Sonne steht, ist es um 8.30 Uhr noch sehr kühl. Auch zeigen die ersten  Bäume schon Blattfärbung. Man kann es nicht mehr übersehen, dass es Herbst wird. Wenn er so golden und sonnig bleibt, soll es mir Recht sein, dass ich dann eine Decke mit rausnehmen muss. 

Eine Stunde später bin ich wach genug für Frühstück. Nebenbei recherchiere ich ein paar Dinge. Mir gehen gerade so einige Sachen durch den Kopf und ich verschaffe mir erstmal einen Überblick, bevor ich mich da verrenne. 

Schließlich kuschle ich mich auf die Sonnenliege. Die Sonne ist schon ums Haus gezogen, also mit Pulli und Decke. Dazu ein Buch und eine Johannisbeerschorle. Als ich gerade so weg döse, hämmert mein Nachbar los (man nennt ihn hier Bob der Baumeister). Na Danke. Also gehe ich erst mal nach oben, etwas aufräumen und ein paar Klamotten anprobieren, die ich bestellt hatte. Was bleiben darf, geht in die Waschmaschine, was zurück geht, wieder in den Karton. Und wo ich schon mal hier bin, bügle ich auch gleich den Bürodress für die nächsten zwei Tage. Ham wer dat auch schon. 

Nebenbei überlege ich, was es zum Essen geben könnte. Es ist zwar erst vier Uhr, der Magen knurrt aber schon. Ich überlege, den Lieferdienst kochen zu lassen, erinnere mich aber an diverse Antipasti und eine angebrochene Sucuk im Kühlschrank. Also gibts das eben und auch draußen. 

Dabei überlege ich, was ich sonst noch so mit diesem schönen Tag anfangen kann. Aber das schlechte Gewissen meldet sich deutlich. Hier ist LERNEN angesagt, Madame!

Also gut, tue ich dann jetzt auch. Eben auch draußen. Alle Familien mit Kids sind heute scheinbar unterwegs, so kann man hier echt die Ruhe genießen (während ich den Satz beendete folgte ein martialischer Schrei aus einem entfernteren Garten, doch nicht alle weg also). 

Gleich gibts dann noch was Süßes für die Moral, dann muss ich noch kurz ein paar Sachen für die Arbeit vorbereiten und heute Abend dann gibts den Queen-Film im TV. Den hab ich zwar schon einmal im Kino und einmal im Fernsehen gesehen, aber der geht auch noch mal. Die Musik sowieso immer. Und nebenbei wird ein bisschen was gesportelt. 

Das wars dann auch für einen lauen Sonntag, wenn man eine anstehenden Prüfung im Nacken hat.

Noch mehr WMDEDGT gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 29. August 2021

Herbstlich


 Tja, das wars dann vermutlich endgültig mit dem Sommer, der keiner so richtig war. Seit letzter Woche sind die Temperaturen nochmal nach unten gerutscht und seit gestern regnet es. 

Aber gut, immerhin lockt mich jetzt keine Sonne mehr von der Lernerei weg. Herbstdeko ist auch schon verteilt, weil es sich auch wirklich einfach nicht wie Ende August anfühlt.

Aber so ganz ist der Sommer doch noch nicht abgehakt. Meine Limonadenforschung läuft noch. Ich trinke ja gern Limo im Sommer. Vor ein paar Jahren hatte ich die Perfekte im Handel gefunden. Nicht zu süß, nicht zu chemisch. Schmeckte nach Sommer. Dann kaufte eine große Brauerei die Marke auf und stampfte sie ein. Seitdem experimentiere ich selbst, denn das meiste Zeug aus dem Supermarkt bringt es einfach nicht. 

Auch wenn ich mich inzwischen sicherlich nicht mehr an den Geschmack der Limo von damals erinnere, so habe ich doch gewissen Vorstellungen. Dabei muss frischer Saft, gern auch Honig und auf jeden Fall immer Limette im Spiel sein. Denn dieser Zitrus-zimtiger Geschmack ist für mich der Inbegriff von Sommer. 

Nun habe ich kürzlich einen Hack gelernt, den ich unbedingt ausprobieren musste. Dabei wird die Schale von den Zitrusfrüchten (bei mir Orangen, Zitronen und Limetten) dünn abgeschält und dann mit Zucker bestreut und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Tag kocht man Wasser auf, nimmt die Hitze weg und mischt die Schalen-Zucker-Mischung ins heiße Wasser. Umrühren, Zucker auflösen lassen, Schalen absieben und frischen Saft dazu. Dann hat man schon mal eine gute Basis. Ich experimentiere dann gern noch mit Himbeer-, Johannisbeere- oder Holunderblütensirup. Und ja, schmeckt sehr gut. 

Dazu ein Stück Zitronen-Mascarpone-Kuchen, der eigentlich für ein Fest gestern war. Aber die Arbeit hatte andere Pläne mit mir. Also muss ich den jetzt leider allein essen 😁

So, genug prokrastiniert. Ab ans Lernen jetzt.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel




Montag, 16. August 2021

20 Jahre

 Die berühmte Frage: Wo warst du am 11.September 2001? Können auch fast 20 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center immer noch sehr viele Menschen beantworten. 20 Jahre - Das ist eine sehr lange Zeit. Und doch erscheint es mir fast wie gestern. Als blutjunge Journalistin erlebte ich damals die Krisensituation sehr intensiv. Gleichzeitig die Sorge um Freunde und Verwandte vor Ort. 

Was folgte war ein massiver Vergeltungsschlag der tief getroffenen USA und 20 Jahre Besatzung. Auch deutsche Soldaten kämpften und starben in diesem Krieg. Milliarden wurden in den Aufbau einer afghanischen Regierung und  Armee gesteckt, damit sich das Land am Ende selbst gegen die Taliban verteidigen kann.

20 Jahre lang. 

Und dann überschlagen sich die westlichen Länder plötzlich, ihre Truppen abzuziehen. Und nur wenige Tage später sind die Taliban wieder da. Teils haben die afghanischen Soldaten ihnen kampflos die Städte und Provinzen überlassen. Denn in 20 Jahren scheint niemandem aufgefallen zu sein, dass viele Gelder in den Taschen korrupter Politiker versackten und die Soldaten oft über Monate nicht bezahlt wurden, während ihnen die Kugeln der Taliban um die Ohren flogen. 20 Jahre hat es gedauert, um zu merken, dass die Taktik der Hilfe zur Selbsthilfe nicht aufging. 20 Jahre wurden Gelder ohne Kontrolle der Umsetzung bezahlt. 20 Jahre wurden Waffen an eine Armee geliefert, die sie nun den Taliban übergaben um die Terroristen noch zu stärken. Weil die afghanische Armee keine Ideale sah, für die es sich zu kämpfen lohnte. Denn ihnen wurde nicht mal ihr Sold ausgezahlt, während sich feiste Politiker die Taschen voll stopften.

Das der Einsatz irgendwann enden musste, war klar, aber die Untätigkeit bei der Ausreise der Ortskräfte zeigt deutlich, dass keiner gemerkt hat, dass 20 Jahre für die Katz waren. Inklusive der Tod all derer Soldaten, die dort gefallen sind. Für das was der Westen für Frieden und Freiheit hält. Für den Versuch einem Land mit vollkommen anderen Idealen und Glauben unsere westlichen Ideen überstülpen zu wollen. Das haben andere Kriege auch schon nicht geschafft. Und die Taliban brauchten auch dieses Mal nur geduldig zu warten, bis die Ausländer wieder die Koffer packten. 

Und nun spielt sich ein Drama von historischem Ausmaß in Afghanistan ab. Denn die fehlende Loyalität zur korrupten Regierung heißt nicht, dass die Menschen dort die Taliban und ihr Terrorregime willkommen heißen. Viele Afghanen haben mit geholfen und die westlichen Besatzer unterstützt, in der Hoffnung auf den so lang ersehnten Frieden. Viele verstecken sich in diesen Stunden, denn ihnen ist klar, dass ihre Tätigkeit für den Westen sie zur Zielscheibe für die Taliban macht. Lange vor dem Abrücken der ausländischen Soldaten wurden viele von ihnen bedroht. Sie baten um Visa, sollten sich die Dinge zum Schlechten wenden. Doch sie wurden nicht gehört. Und nun ist es für zehntausende von ihnen zu spät. Sie können das Land nicht mehr verlassen. Selbst wenn sie es überhaupt bis zum Flughafen nach Kabul schaffen würden. Denn die Straßen sind längst unter der Kontrolle der Terroristen.

Selbst in Kabul ist kein Durchkommen. Sicherheitskräfte der gefallenen Regierung beschießen sich gegenseitig, Plünderer sind unterwegs. Es ist schwer zu erkennen, wer wer ist. Und mitten drin sitzen immer noch Journalisten und berichten über das Drama und versuchen selbst sich in Sicherheit zu bringen. Unter ihnen ehemalige Kollegen und Freunde von mir. Ihnen war das Risiko klar, aber auch die mehrfache unfassbare Fehleinschätzung der deutschen Regierung zur Situation hat dazu beigetragen, dass sie nun um ihr Leben fürchten müssen. Denn hierzulande dachte man ja, dass alles toll sei in Afghanistan und noch viel Zeit bliebe um im Notfall zu evakuieren. Eine weitere Fehleinschätzung, die Menschenleben kosten wird.

20 Jahre...



Donnerstag, 12. August 2021

12 vom 12.8.21

 Man merkt, dass im Büro noch Urlaubszeit ist. Die ersten drei Tage waren schon sportlich, aber heute früh durfte ich ausschlafen. Trotzdem erstmal Kaffee.



Während das Lebenselixier brüht, gehts ins Wohnzimmer. Die Orchidee blüht wie verrückt 😁


Erstmal Fenster aufreißen, ein kleiner Sommer kommt hier gerade noch an. Der Lavendel hat es schon eher hinter sich. Aber auch die letzten Blüten werden noch fleißig von den Bienen und Hummeln ausgenuckelt. 


Es hilft nix, ab ans Werk.


Beim Telefonieren fällt mein Blick auf meine Büropflanze. Die hat sich in wenigen Wochen verdreifacht. Wo will die bloß hin? 😮


12 Uhr - Mittag. Ja, ich habe heute echt eine Mittagspause. Schnell etwas brutzeln (für Morgen gleich mit).



Und dann auf dem Balkon essen. Dabei den Blog vorbereiten.



Diese Dame hier ist auch mit Futtern beschäftigt. Ich liebe die Echinacea. Kommt jedes Jahr wieder und diese krasse Farbe. 



Dann ist die Spülmaschine dran.



Und alle Jahre wieder kommt die Fruchtfliegenfalle zum Einsatz. Blöde Viecher...



Dann ist noch Zeit die Sachen für heute Abend raus zu legen. Es geht Essen. Einen Kollegen verabschieden.


Nach der Arbeit muss es fix gehen, damit ich da pünktlich bin. Also gibt es zum Abschluss ein Bild von meinem Nachmittagssnack. Getrocknete Früchte. 



Weitere 12 von 12 gibts hier

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 8. August 2021

Back to work

 Es kribbelt in den Fingern, ich glaube das heißt, ich hab genug gefaulenzt. Ich hatte während des Urlaubs schon immer mal wieder in meine Mails geschaut, um nicht im totalen Chaos starten zu müssen, zumal ich jetzt sofort Morgen in die Portfolioplanung starten muss. Budget steht an und generell muss das Chaos aus dauernd neuen Aufträgen und neuen Prios dringend aufhören. Mein Gegenpart müsste jetzt auch soweit sein und wenn nicht, wird er nun gnadenlos mitgeschleift. Grünes Licht vom Chef habe ich. Ich freue mich drauf mehr Planung reinzubringen. Es wird sicher immer noch dynamisch bleiben, aber immerhin sind wir auf dem richtigen Weg.

Vorab musste ich mich heute aber noch einem Bauchschmerzthema widmen. Ich habe vor gut einem Jahr meinen Vorbereitungskurs für meine Zertifizierung gemacht. Danach muss man nochmal ein paar Wochen intensiv lernen, denn der Test ist wirklich mörder schwer. Vier Stunden, 200 Fragen, jedes Fachgebiet muss sitzen. 

Aber dann kam der neue Job, dann der Umzug und Schwups war das Jahr auch um, innerhalb dessen man dann die Prüfung machen muss. Also hatte ich in den letzten Wochen mal wieder meine Unterlagen rausgeholt und dann schnell festgestellt, bis zum 22. August schaffe ich das niemals. Zumal ich mich auch fachlich in Arbeitsthemen reinfuchsen muss und die Überstunden nicht wirklich zu drücken sind bis mindestens Oktober. 

Nun habe ich mich heute mal mit dem Institut auseinander gesetzt, denn nochmal den ganzen Antragsprozess und die 400 Dollar Gebühr würde ich mir gern sparen. Einen übereilten Schnellschuss würde ich ebenfalls gern vermeiden, nach drei mal durchgefallen muss man nämlich ein Jahr warten und ich will das dieses Jahr wirklich fertig haben. Am Ende war das alles echt einfach. Innerhalb weniger Minuten per Chat hatte ich eine Verlängerung bis Mitte November bekommen. Wusste nicht, ob man überhaupt verlängern kann. Juhuu! Das sollte machbar sein. Da werden dann zwar jetzt ein paar Wochenenden drauf gehen, aber die Zertifizierung ist echt wichtig. 

So, das Thema ist damit abgeschlossen und ich kann mich unter der Woche auf die Arbeit konzentrieren. Mit neuem Stuhl der echt bequem ist und Wassergeplätscher. Hach, ist dat muckelig hier 😁

Zum Abschluss des Urlaubs sortiere ich jetzt also noch Fotos, die ich bei meinen Ausflügen gemacht habe, dann werde ich mich auf Morgen vorbereiten.

Das Wetter lockt heute keinen Hund vor die Tür. Es pustet seit letzter Nach heftig und zwischendurch schüttet es immer mal wieder. Gestern Abend habe ich noch recht lang draußen gesessen und den Abend genossen. Aber da hat mich doch tatsächlich irgendwas durch den Sweater zwei Mal in den Ellbogen und einmal in den Hüftspeck gestochen. Ich hab voll die Flatschen. War schon mehrfach mit dem Bite Away dran. Hölle, tut das weh. Aber es wurde immerhin besser danach. Aber mein Ellbogen ist sehr geschwollen. Alte Mistviecher! Hatte nur die Beine eingesprüht, da ich Shorts an hatte. Hätte ja nicht gedacht, dass die Dinger durch den dicken Stoff durch kommen. Hab dann noch eine Zitronella-Fackel angemacht. Ein Blutsauger ist da auch prompt reingefallen. Dat kommt davon...

Viele Güße aus Ruhr York

Pottnudel




Donnerstag, 5. August 2021

WMDEDGT 08/21

Mein Urlaub neigt sich schon wieder dem Ende zu. Ich könnte schon noch so ein bis fünf Wochen weiter chillen. Aber es hatte sich schon vor dem Urlaub eine Welle an Arbeit aufgebaut und ich will da auch jetzt ran. 

Heute und Morgen sind aber noch frei und ich war heute mal vorwiegend Zuhause, denn es sollten diverse Einrichtungsgegenstände geliefert werden. 

Die Wetterprognose für die letzten zwei Wochen war ja eher vernichtend, trotzdem war es dann meist überwiegend schön, also bin ich vorwiegend unterwegs gewesen oder hab mal einen ganzen Tag auf dem Balkon weg gelesen. Mein Büroschrank muss also immer noch den finalen Anstrich bekommen. Immerhin hatte ich ihn schon zwischendurch mal ausgeräumt und geordnet. Nach dem Umzug hatte ich die Sachen da eher wahllos rein gestopft. 

Nun musste also noch die Farbe drauf. Aber erst mal wurde um halb neun mein Zimmerbrunnen geliefert. Er soll ins Büro und ist bereits Versuch Nummer zwei. Denn der erste Brunnen konnte nix und hörte sich eher wie eine defekte Klospülung an. Was man sonst so in den Läden sieht ist an Plastik und Kitsch kaum zu überbieten. Von diesem Modell bin ich nun doch angetan. Sieht schlicht aus, plätschert angenehm und passt farblich in seine Umwelt. 

Anschließend habe ich im Obergeschoss aufgeräumt, speziell den Boden, damit ich R2D2 los lassen konnte. Dann gabs Kaffee in der Sonne. Denn auch heute war der angekündigte Regen brav und blieb fern. Also entspannte ich noch lesend eine Weile an der frischen Luft, bis es dann in der Ferne doch donnerte. Da schnappte ich mir dann den Putzlappen um mal grob durchs Auto zu feudeln. Ich muss ihn übernächste Woche wieder abgeben und bekomme dann endlich meinen regulären Dienstwagen. Also nix mehr mit dauernd Auto tauschen.

Dann wurde überpünktlich mein neuer Bürostuhl geliefert. Der im letzten Jahr erworbene ist zwar an sich noch top, aber leider ein bisschen zu niedrig, bzw. ich halt einfach zu groß. Das führt zu einer Sitzhaltung, die mir zuletzt echt Schmerzen im Rücken gemacht hatte. Also kommt nun einer, der sich höher Stellen lässt. Auch wenn er ein Monster von einem Stuhl ist, denn die meisten Modelle sind halt nicht für über 1.80m ausgelegt. Dieser ist es und war auch echt teuer. Der ist jetzt besser bequem und lange haltbar. Da die Welt ja wieder normaler ist, wurde das riesen Paket auch gleich bis ins Obergeschoss geliefert. 

Das Gewitter hatte nur angetäuscht, zog dann aber ohne weitere Vorfälle vorbei. Das verführte zu einer weiteren Runde lesen, wobei ich dann so richtig tief einschlief. Erst die schwungvoll zugeworfene Tür eines Lieferwagens holte mich zurück ins hier und jetzt. Aber es war nicht das noch fehelende Teil für heute. Die Nachbarn bestellen ja auch mal was.

Noch etwas verpennt widmete ich mich erstmal der Lebensmittelbestellung. Nach ewigem Warten gehöre ich nun endlich zum erlesenen Kreis der Haustürbelieferten. Wobei das auch noch nicht ganz rund läuft, manche Sachen haben die einfach (noch) nicht. Also muss ich manchmal doch noch in einen anderen Konsumtempel fahren. Aber immerhin, spart schon viel Zeit und ist echt bequem. 

Ich brauchte aber auch erst noch ein bisschen Inspiration, was es nächste Woche so geben soll. Als vergangene Tage die Temperaturen abgerutscht sind, was mir nach Hühnersuppe. Nun soll nächste Woche ja wieder sowas wie Sommer stattfinden (klar, ich arbeite ja wieder), also schmeiße ich die Suppensachen wieder von der Liste. Stattdessen wird es Chinakohlsalat, Tabbouleh und Risotto geben. 

Inzwischen teilt mir DHL mit, dass es heute nix mehr wird mit meiner Auflagenbox. Also leite ich die
für Morgen angekündigte Lieferung auf Samstag um. Denn Morgen steht Möbelschwede mit einem Lieblingsmenschen auf dem Programm 😊

Dann raffe mich ich auf und trage den Brunnen nach oben und widme mich dem Stuhl-Aufbau. Im Vorbeigehen hänge ich noch eben die Wäsche auf. Dann nehme ich die Stuhlteile aus dem Karton. 

Der Aufbau geht relativ fix, aber auf der Zielgeraden will die eine Armlehne einfach nicht passen. Also nochmal alle Schrauben lockern und mit etwas mehr als sanfter Gewalt gehts dann. Und nun steht er da und ist riesig groß. Aber ich kann vernünftig sitzen. Und der Raum wirkt deutlich voller jetzt.

Zu Essen gibt es anschließend Chinesisch. Ich mag heute nicht mehr kochen. Stattdessen sitze ich mit Luftpolsterfolie bewaffnet auf der Couch und gucke Simpsons 😎

Das Wetter ist immer noch sehr freundlich und das TV-Programm bescheiden, also werde ich mich nach der Dusche dann wohl wieder mit Buch und Laptop bewaffnet auf den Balkon begeben.

Noch mehr WMDEDGT gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Freitag, 23. Juli 2021

So, jetzt aber...

 ... Urlaub 😁

Nachdem in den letzten Tagen manche Aufgabe wieder an ihre eigentliche Zuständigkeit zurück delegiert wurde, ging es dann tatsächlich recht unspektakulär zu in den letzten Tagen. Ich habe auch keine größeren Sachen mehr angefangen, also konnte ich tatsächlich schon um vier Uhr meinen Schreibtisch aufgeräumt zurück lassen und zum Gartencenter fahren.

Mein Eingangsbereich sah immer noch recht kahl aus. Außerdem kann der Postbote jetzt geschickt Päckchen verstecken, wenn ich nicht da bin. Dann noch fix zum Baumarkt und zum Konsumtempel, Blumen einpflanzen, sauber machen und dann Patatas Bravas mit Allioli, Chorizo und Spiegelei kochen und essen. Und jetzt könnte ich einen Eimer Wasser leer trinken. 

Jetzt ist erst mal entspannen angesagt. Ich hatte ja bis zuletzt noch ein bisschen gehofft, dass Delta sich im Süden im Zaum hält. Aber wie befürchtet, ist das nicht der Fall. Also ist Heimaturlaub angesagt. Was auch prinzipiell nett sein kann, wenn da nicht die ganze nächste Woche Regen angesagt wäre. Das ist eine Unverschämtheit. Ich habe an meinem Geburtstag immer gutes Wetter. Ich reklamiere! Naja, ein paar Tage hat Petrus ja noch Zeit, das hin zu biegen.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



Montag, 19. Juli 2021

Zwei Jahre schon...

 ... gibt es diesen Blog nun. Aus einer Launer heraus im Urlaub 2019 entstanden, mit mal mehr mal regelmäßigem Inhalt.

Damals hatte ich aufgrund Überstunden und Resturlaub mehrere Wochen am Stück frei. Der neue Job war nix, dann kam Corona und der Arbeitsmarkt wollte nicht so viel von großen neuen Projekten wissen. Also saß ich in der Hitzewelle und ärgerte mich über die Ghettosituation am ersten Bloggeburtstag.

Heute bin ich in meinem neuen Domizil einigermaßen angekommen, mag meinen neuen Job im Prinzip sehr, auch wenn ich eigentlich nie Chefin sein wollte. Und ich hab Corona relativ unbeschadet überstanden, bin geimpft und fast aus der Wartezeit. Ist schon einiges deutlich besser geoworden hier. Auch wenn ich manchmal viel rummeckere, mein Chef brachte es kürzlich auf den Punkt: Wenn alles super liefe, hättest du Langeweile und dann bist du unausstehlich 😂

Anstoßen muss heute aber ausfallen. Die Migration am letzten Wochenende ging bis zwei Uhr heute früh. Und dann um sechs hat sich ein Kollege verwählt und ich hatte das Telefon im Hypercare natürlich laut und dann war ich wach. Der vollgepackte Kalender ließ heute  wieder keine Pause zu und so sitze ich jetzt hier halb tot.

Aber nur noch wenige Tage und dann habe ich Urlaub 😁 Mein Kalender ist für die Woche mehr als ausgebucht und ich nehme auch nichts mehr auf. Alles andere muss jetzt bis Mitte August warten. Ich male mir inzwischen schonmal aus, was ich im Urlaub so anstellen kann. Ich werde erstmal komatös schlafen, aber dann gehts auf ein paar Entdeckungstrips. Mein Chef ist auch im Urlaub, also sollte es relativ ruhig sein und wenig Notrufe eingehen. 

Aber für heute gibts nur noch eines. Ab ins Bett. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Samstag, 17. Juli 2021

Nach der Flut

Der Tag ging mit abgekochtem Wasser aus der Thermoskanne los. Die Ruhr ist gerade außer Rand und Band und hat das Frischwasser eingesaut. Trotz diverser Behandlungen muss abgekocht werden. Bzw. seit heute gibts ganz Urlaubsstyle stilles Wasser zum Zähneputzen. Und der Chlor-Geruch ist auch wieder da beim Duschen. Bei aller Urlaubsvorfreude, aber was hier im Westen in den letzten Tagen los war, braucht kein Mensch. Und da ist man mit Wasser abkochen noch gut dabei. Mancherorts, nur wenige Kilometer von hier sind Häuser eingestürzt und Menschen gestorben. 

Ich war ja Mittwoch Abend auf der Autobahn, als das Chaos los ging und was ich vorwiegend aus der Ferne sah, ist für viele andere Menschen schlimme Realität geworden. Straßen wurden von Flutwellen erfasst und Autos und LKW weg gespült. Glücklicherweise war ich da schon vorbei, als es passierte.

Bei der Fahrt zum Supermarkt musste ich dann heute über die Ruhr fahren. Dort wo sonst Kühe grasen und Menschen spazieren gehen, donnert jetzt ein reißender Fluss entlang und hat das Gelände weiträumig unter Wasser gesetzt. Auch wenn es hier noch vergleichsweise ruhig war, sind Straßen wegen Unterspülung gesperrt. Immerhin, als ich nachmittags zurück kam, konnte man schon einen Pegelrückgang sehen.

Neben den Wasserschäden sieht man aber auch auf vielen der Luftbilder schon ein weiteres Problem. Ölschlieren deuten daraufhin, dass gerade viel Gift in Wäldern und auf Feldern landet. 

Das wird noch eine Weile dauern, bis aufgeräumt ist. Während noch nach Vermissten gesucht wird fand Armin Laschet die Situation offensichtlich nicht schlimm genug und lachte sich beim Ortsbesuch eins mit seinen Parteikollegen. 

Aber auch viele Hilfsaktionen haben begonnen. Es ist wirklich schlimm sich vorzustellen, dass man über Nacht vor dem Nichts steht. Ich hoffe, dass die Hilfe auch wirklich schnell bei den Opfern ankommt.

Es ist schon krass, die letzten zwei Jahre war es hier knochentrocken. Jetzt kam das Wasser in Massen. Und heute schien dann wieder ganz unschuldig die Sonne.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



Donnerstag, 15. Juli 2021

Land unter


 Der Pott schwimmt. Auch hier haben die Unwetter ziemlich zugeschlagen. Seit gestern ist NINA im Dauereinsatz und meldet eine Überschwemmung nach der anderen. Ich bin gerade sehr froh, auf einem Berg zu wohnen. Auch wenn die Ruhr nahe ist, so weit wird das Wasser wohl nicht kommen.

Gestern auf dem Rückweg aus dem Süden hätte ich ein Boot besser als das Auto gebrauchen können. Über drei Stunden fast Null Sicht und Aquaplaning. Ein Campingplatz am Weg war völlig überschwemmt, die Wohnwagen konnte man nur noch an den Dächern erkennen, die aus dem Wasser ragten. Einige Abfahrten wahren gesperrt, bei einer stand ein Auto bis zum Dach im Wasser. Überall Feuerwehr, Polizei und THW. Vor lauter Regen habe ich dann auch noch eine Blitze übersehen. Verdammt. Ich war mehr als froh, als ich endlich Zuhause war.

In der Nacht kam das Fieber zurück und heute früh habe ich dann beschlossen im Bett zu bleiben. Anscheinend ist das Thema Nebenwirkungen noch nicht durch und ich hab die letzten Tage auch nicht gerade viel geschlafen. Fühle mich, als wenn ich zwei Wochen mit Grippe flach gelegen hätte.

Ein kleiner Lichtblick oder eher -geruch ist der blühende Lavendel auf meinem Balkon. Die lila Blüten finden großen Anklang unter der geflügelten Bevölkerung. Die Bienen und Hummeln feiern hier eine Dauerparty. Es riecht auch einfach nur gut. Ist ein klitzekleiner Trost dafür, dass ich mich gegen einen Trip in die Provence entschieden habe. Die Deltazahlen ließen bei mir keine große Reiselust mehr aufkommen, also werde ich wohl ein paar kleiner Ausflüge innerhalb der deutschen Grenzen machen. 

Sofern Petrus endlich den Wasserhahn abdreht. Aber eine Woche Zeit hat er ja noch, um mein bestelltes Urlaubswetter zu liefern.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


12 vom 12.6.2025

Der Sommer zieht ein im Pott. Die nächsten Tage werden hochsommerlich. Heute musste ich mich aber erst nochmal ins Büro begeben. Mein letzte...