Montag, 23. November 2020

Kontakt

 

Da guck ich gerade so eher zufällig in die Corona-App und siehe da, ich muss wohl einem positiv getesteten Menschen begegnet sein. Was im tief roten Ruhrgebiet vermutlich mal vorkommen kann. Wenn man allerdings nur noch in Einzelfällen vor die Tür bzw. in die Nähe von Menschen geht, ist das schon eher eine Überraschung.

Aber gut, war wohl nicht so nah oder nur sehr kurz. Also wollen wir mal das Beste hoffen. Meine App berichtet manchmal auch Mitten in der Nacht von Überprüfungen, also werden wohl auch Leute erfasst, die am Haus vorbei gehen.

Aber um mich herum kommen die Einschläge wieder näher. Quarantänen und auch leider erste positive Fälle. Ich hoffe mal, dass es gut ausgeht. Diese Woche bleibe ich mal ganz im Homeoffice. Zum ersten Mal seit Wochen stehen keine Pflichttermine an. 

Ich hab schon vorzeitig die Weihnachtsdeko rausgeholt und versuche mir das ganze gemütlich zu machen. Aber trotz Videotelefonie und der Möglichkeit Licht und Luft auf der Terrasse zu schnappen, mir fehlt das Leben, meine Freunde und Tapetenwechsel. Scheiß Seuche! Aber gut, ich jammere auf hohem Niveau. Der Kühlschrank ist voll, die Wohnung warm, ich habe jetzt drei Pay-TV-Kanäle und immer noch Dinge, die im Haus gemacht werden müssen.

Trotzdem, ich will, dass das alles endlich vorbei ist...

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Freitag, 13. November 2020

Keine 12 und auch nicht vom 12.11.

 Und Zack, den 12. auch verbaselt. Was soll ich sagen, hab gestern 14 Stunden gearbeitet und gar nix mehr gecheckt. Mehr als Bett und Schreibtisch sehe ich auch in der Woche gerade nicht. Also mal eine Zusammenfassung der letzten Tage.

Mangels offener Restaurants musste man mir die Gans nach Hause bringen. War lecker. Aber eben doch nicht die von Opa... 😥


So sieht Shoppen hier derzeit aus. Mal ganz davon ab, dass mir die Zeit fehlt, aber ich will auch möglichst wenig in die Nähe von potenziellen Virenschleudern. Also müssen die Boten laufen. Gut für die Umwelt kann das nicht sein...

Diese Woche hieß es Bye-Bye Polo. Zehn Jahre hat er mich brav überall hin gefahren. Was ich jetzt erst beim Verkauf erfuhr: Als er zweieinhalbjährig zu mir kam, hatte er schon 9 Vorbesitzer 😨 Auch wenn ich meinen Puma inzwischen sehr mag, es war ein ganz blödes Gefühl meinen kleinen Polo auf dem Hof des Händlers zu lassen. Möge er in liebevolle Hände kommen...


Der Zankapfel lichtet sich. Nach vielen Diskussionen säge ich den Kirschlorbeer nun ratzekurz. Keine Lust mehr auf Palaver. Morgen nochmal mit schwerem Gerät dran und dann ist hoffentlich endlich Ruhe... Wie das dann aussieht, ist mir mal sowas von egal. Ich plane hier keinen weiteren Sommer mehr.



Mangels sinnvoller Freizeitbeschäftigung: Schuhe, Schuhe, Schuhe... Aber mal im Ernst, sind die cool, oder was? 😎


Und ein bisschen Spaß muss auch sein. Mundschutz in der Weihnachstversion 😂



Aber auch das ist inzwischen eine kleine Tradition. Freitags Essen bestellen. Hat ja nix auf. Und siehe da, plötzlich kann man aus so manchem Restaurant mehr auswählen. Trotzdem doof alles...


Tja, sonst ist hier auch nicht viel los. Abends immer noch nach Wohnungen suchen, aber irgendwie auch alles nicht so einfach. Hachja, aber ein Licht am Ende des Tunnels, noch viereinhalb Wochen bis zum Urlaub und der nächste 12. ist ein Samstag. Also gute Chancen, dass ich die Originalversion hinkriege.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel

Freitag, 6. November 2020

WMDEDGT 11/20


 Leute, Leute, wo ist die Zeit schon wieder hin? Schon wieder ein Monat um, schon wieder fast ein Jahr weg. Wenn ich das auch mal von ein paar Kilos auf den Rippen sagen könnte, aber nö...

Naja, ich hab den 5. wohl verbaselt. Weil die Arbeit mich doch gerade sehr gefangen hält. Und ich dann abends nach Wohnungen suche. Oder Corona-Ersatz-Online-Kontakte pflege. Und schlafen muss ich ja auch noch ein bisschen.

Und Schlaf war wirklich zuletzt nicht so viel drin. Mein Körper scheint die neue Angewohnheit zu haben, morgens um halb drei hellwach zu sein. Und so gegen fünf dann doch wieder zu kapieren, dass es noch Nacht ist. Und um sechs geht dann der Wecker. Die letzten zwei Nächte habe ich dann abends mit einem Glas Wein nachgeholfen. Und siehe da, durchgeschlafen. Aber spät im Bett gewesen. Also geht die Rechnung noch nicht auf.

Tja, ich reiche dann den heutigen Tag mal nach. Um kurz vor sieben schrieb die Lieblingsnachbarin, dass unser Vermieter ihr komische Fragen nach einem Schlüssel zu meinem Garten stellt. Wir streiten uns gerade über das Thema Gartenpflege und besonders, wer die Musik bezahlt. Und da scheint er wohl Fakten schaffen zu wollen, in dem er einfach mal in meinen Garten marschiert. Mit der ersten Tasse Kaffee des Tages suche ich nach einem Anwalt im Netz. Ich hab kein Bock mehr auf die Wildwest-Scheiße hier.

So gegen halb acht habe ich angefangen mich um ein paar Wohnungen zu bewerben. Und siehe da, tatsächlich mal gleich zwei Rückmeldungen und Termine vereinbart. 

Der auserkorene Anwalt ist auch Spezialist für Insolvenzen und wegen Corona total überlastet. Ob ein Kollege zurück rufen kann (Spoiler, hat er bisher - 21.27 Uhr - nicht). Also muss ich wohl weitersuchen. Insolvenzrechtler schließe ich aus der weiteren Suche mal aus...

Dann geht es an den Schreibtisch. Freitags habe ich Marathon-Sponsoren-Calls. Es läuft im Großen und Ganzen ganz gut. Und so nahm mich mein Chef nach dem letzten Call virtuell zur Seite und gab mir sehr nette Worte des Lobes und der Anerkennung mit ins Wochenende. Das hat mich sehr gefreut. Ich fühle mich nach gut zwei Monaten schon gut integriert und die positiven Seiten überwiegen den ärgerlichen Dingen. Meinen Chef kann ich inzwischen gut einschätzen. Drei neue Mitarbeiter haben ihre Verträge unterzeichnet. Nummer vier ist quasi nur noch Formsache. Die Kollegen sind überwiegend nett. Die Themen spannend und vielseitig. Ich kann meine Erfahrung einbringen. Und mein Gehirn ist auch wieder aufnahmefähig. Scheint zu laufen (ich klopf trotzdem mal kurz....).

Mittagessen wurde zwischendurch dann durch Printen ersetzt und einen Eskalationscall habe ich kurzerhand in der Sonne auf der Terrasse gemacht. Gibt schlimmeres. Zumal ich Recht hatte und am längeren Hebel sitze 😁

Dann noch ein paar Meetings, zwischendrin immer Kleinkram wegarbeiten. Das Zeug türmt sich sonst schnell auf. Ein paar virtuelle Schulterklopfer ans Team verteilt. War ne harte Woche. Dann um vier Uhr zum Konsumtempel gefahren und die vorbestellten Sachen abgeholt. Man wird da ja schon manchmal doof angesehen. Kriegt alles gebracht und dann darf man als erstes an die Kasse. Egal, wie lang die Schlange ist. Trotzdem sind die Termine derzeit nie ausgebucht.

Schnell noch am Baumarkt vorbei. Ich habe im Sommer meinen alten Flokati entsorgt und das Wohnzimmer sah ohne Teppich so ein bisschen nach Strandhaus aus. Nun ist mir aber wieder kuschelig zumute und somit gabs eine neue Unterlage. Kurz an der Weihnachtsabteilung vorbei marschiert. In meinen neuen neon pinken Turnschuhen 😎

Dann die Beute nach Hause getragen und eingeräumt. Dann wieder an den Schreibtisch, einen Migrations-Vortest durchgeführt. Am Wochenende werden Daten bewegt. Gestern war der Test krachend gescheitert. Heute sieht alles gut aus. Dann stolpere ich über eine neue Datenbank, die mir der Kollege noch untergemogelt hat. Also nochmal alles screenshoten, testen, dokumentieren, Kollegen informieren. Feierabend.  Schreibtisch fürs Wochenende aus dem Wohnzimmer entfernen und dann beim Chinesen bestellen. 

Prompt geht das Diensthandy. Der heute Mittag in die Zange genommene will noch mal Pulskontrolle machen. Bei mir ist alles fein, für den Moment zumindest. Alles weitere sehen wir am Montag. Danach noch ein Makler, der mir zwar absagt aber ich darf ihn gern bewerten und ob ich exklusive Angebote möchte. Erstmal nicht, danke und Tschüss.

Jetzt Couch mit vollem Bauch. Gleich noch einmal den Wohnungsmarkt sondieren. Und dann mal schauen, was sonst noch so war.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel



Donnerstag, 22. Oktober 2020

Ring frei für Runde zwei

Nicht, dass wir es nicht wussten, dass sie kommt. Aber nun ist sie da. Die zweite Welle. 

Irgendwie hab ich meine Ohren ja in den letzten Monaten Coronatechnisch etwas auf Durchzug gestellt. Man trägt halt Maske, Handgel und Co. mit sich. Man umarmt sich wenig bis gar nicht mehr. Und so ein bisschen mehr Abstand hier und da ist mir sogar ganz recht. Aber die Zahlen lassen sich inzwischen nicht mehr so richtig ignorieren. Auf der Arbeit wurden die Sicherheitsmaßnahmen wieder angezogen. Was dazu führt, dass kaum noch einer im Büro ist. Und wenn, dann sprechen wir lieber per Videocall, als uns mit Maske direkt gegenüber zu sitzen. Auch wenn unsere Büros direkt gegenüber sind. Wir machen dann die Tür zu, damit es keine Rückkopplung gibt 😂 Nur in dieser Situation auch noch neue Mitarbeiter einzustellen, wird zum logistischen Akt. Mal sehen, wie das weiter geht. 

Ich finde das mit dem Homeoffice nicht schlimm. Die Zusammenarbeit klappt sehr gut. Seitdem ich einen Bürostuhl habe, ist mein Kreuz auch wieder einigermaßen okay. Endlich schon ein Extrazimmer zu haben wäre halt super. Aber okay, ich arbeite daran.

Nur die Tage sind halt jetzt mächtig kürzer und das Wetter nicht mehr so einladend. Also muss man sich schon echt zur Bewegung zwingen. Aber immerhin, Haushalt läuft so nebenbei. Eingekauft wird wieder mehr im Netz oder eben halt für zwei Wochen in einem Schwung. Und da bin ich wohl nicht die Einzige. Prompt war Klopapier wieder ausverkauft. Immerhin sah auch das Weinregal recht dünne aus. Es besteht vielleicht Hoffnung für die Menschheit. Und ich hab fix eine Familienpackung der begehrten Papierware im Netz geordert, bevor die Preise wieder in Goldbarren angegeben werden. Und ein paar Flaschen mit leckerem Inhalt für die Whatsapp-Kneipe 😊

Wenn das Tier des Jahres nicht der Hamster wird, weiß ich auch nicht. Die Leute werden nicht schlauer. Und die anfängliche Vorsicht ist auch dahin. Die Wohlstandsgesellschaft hat keine Lust mehr auf Bevormundung und Sorgen. Kommt es also zum zweiten Lock Down? 

Hätten wir die derzeitigen Zahlen schwarz auf weiß im Frühjahr gehabt, wären wir sicher alle längst im Hausarrest gelandet. Jetzt schmunzelt man ja fast über die damaligen Zahlen. Vielleicht waren diese auch damals nicht anders, die Dunkelziffer wurde als hoch eingeschätzt. Ist sie jetzt vermutlich immer noch. So genau wird man es nicht erfahren. Testkapazitäten sind immer noch nicht gerade üppig vorhanden, die Corona-App ist für die Tonne und die Gesundheitsämter pfeifen aus dem letzten Loch. Warum da nicht längst Call-Center angeheuert wurden, man weiß es nicht. Auch nicht, ob es ab einer gewissen Anzahl von Fällen überhaupt noch Sinn macht, da hinterher zu telefonieren. Wirklich kontrollieren kann die Quarantäne eh niemand. Der Staatsapparat ist nicht schnell und innovativ. Umso mehr sind manche Menschen vermutlich nicht mehr bereit sich einzuschränken?

Ich bin genervt. Die Dinge, die jetzt passieren waren vorhergesagt. Vorkehrungen wurden so gut es ging getroffen. Und somit finde ich schon, dass vieles gerade Panikmache ist. Die Akzeptanz für Maßnahmen wird es nicht erhöhen. Eher den Trotz. Und selbstverständlich möchte ich auch nicht, dass Menschen krank werden und sterben. Aber ich möchte auch ungern die nächsten X Jahre in einer Weltwirtschaftskrise historischen Ausmaßes leben. Und ein weiterer Lock Down oder auch nur das ständige Gerede davon, schadet der Wirtschaft enorm. Ich sehe die Auswirkung an meinen Bewerbern. Viele junge Leute verlieren ihren Job. Beraterfirmen verlieren große Kunden. Zögerlichkeit bei Investitionen ist in einem Land mit einem eh schon vorhandenen Rückstand das Schlimmste. 

Und mit der zweiten Welle wird es ja auch noch nicht getan sein. Es gibt noch keine  Impfstoff und selbst wenn er dann da ist, bis die Welt durchgeimpft ist, wird es auch noch eine Weile dauern. Und ganz los werden wir die Seuche vermutlich eh nie wieder. Das wird noch lange, wenn nicht gar für immer Spuren hinterlassen. 

Also was tun? Anpassung an die neue Ist-Situation wäre vermutlich die beste Strategie. Nur gehen da die Vorstellungen von Politik und Bevölkerung teils weit auseinander. Es würde sicher helfen, wenn sich die Altvordern mal mit der Realität auseinandersetzen und den neuen Ist-Zustand ermitteln (lassen). Sind ja gerade genug Berater auf Jobsuche. Und dann könnte man mal etwas Proaktiv an nachhaltigen Themen arbeiten. Nicht nur verrückte Gießkannenaktionen, die keinem wirklich helfen. Hier im Pott hab ich schon vor Wochen den Überblick verloren, was wann wo gilt. Das hält ja teils nicht mal von einer Straßenseite auf die andere. Und Prozesse und Regeln, die nicht mit der Realität vereinbar sind, sind halt für die Tonne. Kann ich aus jahrelanger beruflicher Erfahrung von berichten. Gratis. Und so ca. ein halbes Dutzend Vorschläge zum Thema Homeoffice fördern durch Anpassung nicht mehr zeitgemäßer Steuerregelungen hätte ich auch noch. So als Anfang.

Also liebe Politik, anstatt uns zu sagen, was wir alles nicht tun sollen und dürfen. Sagt uns doch mal, was ihr tut um uns die Situation zu erleichtern. Dann klappt das vielleicht auch wieder mit der Akzeptanz. 

So, ich gehe mich jetzt auf der Couch einigeln und tue so, als würde ich beim dem Mistwetter nicht rauswollen...

Viele Grüße aus Ruhr York (aka. Corona-Hot-Spot)

Pottnudel


Montag, 12. Oktober 2020

12 vom 12.10. (improvisiert)

 Jaja, jetzt ist es passiert. Es ist der 12. und stockdunkel draußen und ich habs natürlich verpennt. Aber es ist ja nicht so, als wenn ich keine Bilder hätte. 

Also Beine hoch. Im TV endlich wieder vernünftiges Programm.


Der Tag fing echt verkatert an. Nein, ich habe nicht getrunken, sondern gestern sechs Stunden im Garten geackert. Etliche Säcke sind zusammen gekommen. Und ich bin noch nicht fertig geworden...

Und was soll ich sagen, ich bin halt auch keine 25 mehr. Entsprechend mies bin ich in den Tag gekommen.  Bilder von dem Unfall, in den ich im Regen fast gefahren wäre habe ich natürlich nicht. Hätte die Polizei wohl auch doof gefunden. 

Wenn es dann im Moment mal gerade nicht schüttet, macht sich der Herbst bemerkbar. So wie auf diesem schönen Archivbild. Solche Ranken sind hier auch überall an der Autobahn. Aber knipsen und fahren ist ja so eine Sache...


Meinen weiteren Tag gestalten verschiedene Gesichter, die auf meinem Bildschirm auftauchen. Ich war heute auch nur im Büro, weil ein finales Vorstellungsgespräch anstand. Aber die Person hatte es sich dann sehr kurzfristig anders überlegt. 


Mittags gabs Reste von gestern. Nudelauflauf, um genauer zu sein. Stattdessen hätte ich gern Potato-Corn-Chowder. Welche ich nun Morgen kochen werde.


Ich mag ja Suppen bei so einem Sauwetter. Aber eben auch bunte Blätter. Bei mir steht ja immer noch ein Indian-Sumer-Trip durch Neuengland ganz hoch im Kurs. Irgendwann, wenn die Welt mal wieder normal(er) ist.


Ohja, das muss ich auch noch zeigen. Ein Makramee-Traumfänger. Hatte ich für einen Lieblingsmenschen zum Geburtstag gemacht. War ganz schön Arbeit. Aber dafür, dass ich das noch nicht so lange mache, finde ich, er ist doch ganz gut geworden.


Heute vor zwei Jahren ist übrigens dieses wunderschöne Bild entstanden. Damals hatte ich gerade ein absolutes Katastrophenprojekt übernommen. Was gut endete. Also erinnere ich mich doch gern daran.


Dieses Bild hier finde ich auch immer noch genial. Ein umgestürzter Baumstamm mit Laub, Moos, Kastanien und Pilzen. Mutter Natur, die alte Dekoqueen...


Jetzt um diese Zeit kann man auch immer so schön mit dem Licht spielen.


Irgendwann bei Sonnenuntergang sitze ich dann auch wieder im Auto gen Heimat. Meine Nachbarin kehrt noch Blätter auf. Die Frau ist 94 Jahre als und fällt fast auseinander. Aber bevor ich ihr den Besen entreißen kann, ist sie schon fertig. Ich höre noch zehn Minuten ihren Schimpftiraden zu. Sie tut mir Leid, weil sie so allein ist. Aber sie ist halt auch leider eine fiese alte Schachtel. Ich flüchte also.


Zum Schluss noch ein Bild vom Buchholz-Hof. Wer auch so in Herbststimmung ist und Kürbisse sucht, der Kuchen dort schmeckt auch sehr gut 😎


Mission erfüllt 😁 Noch mehr 12 von 12 gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Montag, 5. Oktober 2020

WMDEDGT 10/20

 

Und schon wieder ist ein Monat um. Der heutige Tag ließe sich beinahe in einem Wort zusammenfassen: Arbeit.

Aber gut, dass wäre nicht im Sinne des Ganzen. Also etwas genauer. Der Tag fängt mit der Info an, dass eine Kontaktperson auf Corona getestet wurde. Heißt ich steige aus der Bürohose in die Jogginghose und arbeite heute entgegen der Pläne Zuhause. 

Die dadurch gewonnene halbe Stunde kann ich gut brauchen. Denn ich bin bis 18.30 Uhr durchgetaktet.

Also bereite ich mich erst mal auf die vier Bewerbungsgespräche für heute vor. Zwei externe und zwei permanente Bewerber mit unterschiedlichsten Vorgeschichten. 

Zwischendurch bringe ich noch zwei aus der Bahn geratene Projektmitarbeiter wieder auf die Schiene, organisiere ein paar Stand ups, damit wir eine knappe Deadline nicht reißen und muss mit einem Externen schimpfen, der seine Arbeit nicht so ganz nach meinen Wünschen erledigt. Dann noch fix Kosmetik am Kalender. Manche Leute meinen echt, ich hab nix besseres zu tun, als Termine rumzuschieben...

Danach muss eine Präsentation fertig gemacht werden, die mir Freitag noch an den Kopf flog und die ich zu 2/3 weiter delegieren konnte. Aber jetzt ist mergen angesagt. Eine Rückmeldung fehlt noch, aber für den Moment ist die Mission erfüllt. 

Ich schnappe mir ein kleines Frühstück und wähle mich in einen Planungscall ein. Ein Kollege braucht mangels Erfahrung Hilfe. Dauer deutlich länger und ich muss Gas geben um eine Präsentation für Morgen vorzubereiten. Gelingt mir auch nur zu einem Viertel. Zumal dauert das Telefon klingelt. Also später wieder ran. 

Danach der erste Bewerber, kurze Feedbackrunde mit HR. Zum nächsten Planungscall. Ebenfalls unerfahrener Kollege, aber er hat schon super vorgearbeitet. Ich erschleiche mir fünf Minuten frische Luft auf der Terrasse. Nächster Bewerber. Technische Probleme verzögern das Ganze. Zehn Minuten vor dem nächsten Call sind wir durch. Nochmal Terrasse und Luft holen. Nächster Bewerber. Langes aber gutes Gespräch. Und schon kommt Nummer vier. Geht recht schnell. Man weiß aber auch bei den Seniors meist nach fünf Minuten ob das passt oder nicht. Kurze Feedbackrunde mit dem technischen Owner. Kurzes Abschweifen in ein anderes Projekt. Wieder ein paar Punkte abgehakt.

Nun habe ich 30 Minuten bis zum letzten Call. Schnell die erste Präsentation noch fertig machen. Und dann mal ein paar Emails lesen. Einen Teamsspace aufsetzen, einen Plan updaten. Und wieder in den Call. Geht recht schnell, Präsentation abliefern. Und nun die Powerpoint für Morgen noch finalisieren. Geht auch relativ gut, weil ich hier noch ein paar schon fertige Folien recycle. Der Rest dann Morgen auf der Tonspur.

Es ist 19.05 Uhr. Noch schnell eine Freundin zurück rufen. Duschen, Obst schneiden, ab auf die Couch. Und wenn ich das hier jetzt fertig habe, noch ein bisschen an einem Geburtstagsgeschenk weiter arbeiten. Und dann falle ich gleich ins Bettchen.

Noch mehr WMDEDGT gibts hier.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel




Freitag, 25. September 2020

Bauchgefühl

 

Also ich bin ja weder gläubig noch sonst was, aber wenn es so etwas wie Zeichen gibt, habe ich gestern eines bekommen. Aber von Anfang an.

Ich bin ja fleißig auf Wohnungssuche. Und schließlich meinte ich auch, das Objekt meiner hohen Ansprüche gefunden zu haben. Das Perfekte findet man vermutlich eh nicht. Aber es war nah dran. Und dann kam auch noch die Zusage. 

Und ich konnte mich nicht wirklich freuen. Warum? Ich kann es nicht sagen. Mei Bauchgefühl meldete sich. Aber in nicht guter Weise.

Nun ist das mit meinem Bauch so: Er hat mich schon oft gewarnt vor Dingen. Und ich Rationalistin habe ihn so einige Male ignoriert. Und mich hinterher geärgert. Und ich schwor mir, beim nächsten Mal höre ich auf ihn. Das letzte Mal habe ich ihn wieder ignoriert, als ich den Job im letzten Jahr angenommen habe. Und prompt ging auch das schief. 

Als sich mein Bauch also nun wieder meldete, bin ich alles noch einmal durch gegangen. Fand aber nichts, was ein K.O.-Kriterium gewesen wäre. Aber es ging nicht weg. Es wurde sogar am Tag vor der Vertragsunterzeichnung noch schlimmer. Was mich auch ärgerte, denn ich fand die Wohnung so toll. Aber ich konnte mich nicht darin sehen. Trotzdem kämpfte ich das Gefühl nieder und fuhr am nächsten Tag hin. Und wie es der Teufel (oder wer auch immer da beteiligt war) so wollte, hatte die Vermieterin den Vertrag nicht dabei. Sollte alles Standard sein, deshalb hatte ich den vorher auch noch nicht gesehen. Nun gab es also nix zu zeichnen. Und mein erster Gedanke war: Dann kann ich ja doch noch mal überlegen. Damit war mir aber auch schlagartig klar, dass ich immer noch Zweifel hatte. Und zwar mit Recht, wie sich wenige Minuten später heraus stellte.

Ich ging noch einmal durch die Räume und im Wohnzimmer schlug mir ein echt übler Geruch entgegen. Beim letzten Mal waren alle Türen und Fenster auf, da war alles ok. Nun aber roch es alt und gammlig. Obwohl kaum Möbel dort standen. Gut, dachte ich mir. Der Mieter ist ja angeblich nicht mehr hier. Doch in der Küche stand gebrauchtes Geschirr und wenige Minuten später kam dann doch der Mieter. Offensichtlich wohnte er wohl doch noch dort.

Also setzten wir die Gespräche vor der Tür fort. Dort teilte mir die Vermieterin dann mit, dass ich die Möbel aber bitte zehn Zentimeter von den Wänden stellen muss. Denn sonst würde sich Schwitzwasser bilden. In meinem Kopf ratterte es. Ich wohne auch jetzt im Altbau und weiß auch, wozu die Fußleisten da sind. Aber zehn Zentimeter???  So wie sich das alles anhörte, gab es da durchaus schon Vorfälle in der Vergangenheit und dann der Geruch im Wohnzimmer. Und überhaupt, wie sieht das aus, wenn die Möbel alle mitten im Raum stehen? 

Also wird das nix mit mir und dem neuen Domizil. Zumindest mit diesem nicht. Denn ich denke, die Zaunpfähle waren nicht zu übersehen. Und mein Bauch hat auch laut und deutlich gesprochen.

Aber jetzt ist erst mal Wochenende. Mein Kopf braucht auch eine Pause. So viele Neues und so viel Arbeit. Ich merke, dass meine grauen Zellen ein paar Monate Pause hatten. 

Passend zum Wetter werde ich Morgen mal Hühnersuppe kochen und die inzwischen geernteten Äpfel zu Kuchen verarbeiten. Denn trotz der vielen Wärme sind die ganz schön sauer...

Jetzt aber erst mal Kissenkunde...

Viele Grüße weiterhin aus Ruhr York

Pottnudel






Sonntag, 13. September 2020

12 vom 12. September

 Ich bin etwas spät dran. 

Das erste Bild des Tages hätte eigentlich von einem Polizeiauto sein müssen. Um 3.20 Uhr war mal wieder Palaver im Ghetto. Jemand hat so dermaßen geschrien, dass ich fast einen Herzinfarkt bekommen hätte. Ich kippte das Fenster, ließ die Rollos aber zu. Es scheint immerhin keiner Hilfe zu rufen. Ich gehe wieder ins Bett. Kurze Zeit später sehe ich den Blaulichtschein durch die Rollos und höre laute Diskussionen. Einschlafen fällt mir danach schwer. Entsprechend gerädert bin ich, als der Wecker klingelt. 

Es gibt nur Frühstück für Spartaner. Denn der erste Termin ruft. Auf dem Weg zum Auto ist die letzte Nacht Thema auf der Straße. Es scheint, dass sich keiner getraut hat, nachzusehen, was passiert ist. Nachdem es hier vor ein paar Tagen eine Schießerei unter Drogendealern gab, lässt man nun die Tür zu. Das war hier mal ganz anders. Aber so langsam haben hier alle nur noch Angst.


Ab ins Auto. Ich sehe mir nämlich eine Wohnung an. Sah auf den Bildern nicht schlecht aus, ist in der Realität aber deutlich kleiner und es macht irgendwie nicht Klick. Naja, ich schlafe noch mal drüber. Am Montag habe ich einen Termin für eine Traumwohnung, die der absolute Hammer wäre. Mitten auf dem Land. Mal sehen. Ich glaube so oder so wird es diese nicht. So enorm groß der Wunsch auch gerade ist, besser gestern als morgen hier raus zu kommen. Es soll ja auch ein paar Jahre halten.


Weiter gehts zum Konsumtempel. Es ist recht angenehm leer für einen Samstag. Und der Platz für die Weihnachtssachen beginnt sich zu füllen. Mir ist noch so gar nicht danach. 2020 fühlt sich einfach nur komisch an...


Zuhause angekommen gibts dann einen Snack. Inzwischen knurrt mir nämlich ordentlich der Magen.


Bei mir macht sich der Schlafmangel bemerkbar, ich lege mich etwas auf die Couch und schaue meine Lieblingsserie.


Nach einer halben Stunde geht es wieder. Kurze Inspektion im Garten. Hier kann bald geerntet werden. Auch die Himbeeren hängen voll. Wegen der Mäuseplage und weil die Früchte recht tief hängen und schon angeknabbert wurden, ernte ich zwar ab. Essen will ich sie aber nicht. Die Äpfel lasse ich noch hängen. Kommende Woche soll es richtig warm werden. Das dürfte dem Reifeprozess noch einmal gut tun.


Ich beginne ein neues Projekt, was auch ein Geschenk werden wird. Also kann ich noch nicht so viel verraten.


So ganz weit komme ich noch nicht. Denn seit ein paar Tagen habe ich Ärger mit einer Wirbelblockade. Also muss ein bisschen Chemie her. Die Gummibären kamen mit einem neuen Sweatshirt an und lagen da gerade noch so rum.


Der Pullover ist leider farblich mal so gar nicht das, was im Netz gezeigt wurde. Sollte eigentlich richtig knallig pink sein. 


Egal, ein bisschen Haushalt muss auch noch sein.


Danach geht es mit einem Lieblingsmenschen auf einen Kreativmarkt. Es besteht aus fünf Ständen. Im Hintergrund legt ein DJ 80er und 90er auf. Es ist fast nichts los. Aber chillige Atmosphäre. Nur geknipst hab ich natürlich nicht. Dafür ein bisschen Sonnenuntergang auf dem Weg zum nächsten Treffen. Es gibt Burgerbüffet und natürlich vergesse ich wieder ein Bild zu machen.


Kurz nach Mitternacht bin ich Zuhause und habe Mörder-Rückenschmerzen. Also noch ein paar Dehnübungen und Wärmeflasche dazu. 


Weitere 12 von 12 gibts hier.

Viele Grüße aus dem Ghetto.

Pottnudel

Samstag, 5. September 2020

WMDEDGT 09/20

Hapuh, was für eine Woche. So viele neue Infos im neuen Job. Das wird ganz schön viel Arbeit. Aber auch sehr nette Menschen soweit. Also glaube ich, dass es auch gut werden wird. 

Heute war dann aber Pause angesagt. Also habe ich bis neun Uhr geschlafen, dann hatte ich aber auch Hummeln im Hintern. Also erst mal etwas Haushalt gemacht. Bleibt ja doch unter der Woche viel liegen, zumal ich die ganze Woche im Büro war. Das wird ab kommender Woche dann langsam anders werden und dann kriegt man auch Zuhause mehr geschafft.

Aber ich brauche auch ein besseres Set Up hier, wenn ich öfter Zuhause arbeite. Ich habe wenig Lust mein ganzes Equipment immer mit zu schleppen. Also habe ich heute früh erst einmal meine Büroausstattung im Netz erweitert. Denn nach Shoppen ist mir mit Maske einfach nicht. Ich krieg immer gleich Schweißausbrüche, wenn ich das Teil im Gesicht habe. 

Dann wars auch schon Zeit zum Umziehen und ab zum Mittagessen mit einer Freundin. Chinabuffet, zum ersten Mal in diesem Jahr. Dabei fangen die ersten Bäume schon an die Farbe zu wechseln und die ersten Lebkuchen stehen schon wieder im Supermarkt. Wo ist bloß das Jahr geblieben? 

Glücklicherweise war der Parkplatz noch recht leer, als ich ankam. Denn seit Dienstag fahre ich nun Puma. Nein, ich meine nicht Jaguar, sondern Puma 😁 Ich hatte ja schon ein bisschen Bauchschmerzen, da ich nicht wusste, was ich für ein Auto bekomme. Seit zehn Jahren sitze ich vorwiegend in meinem treuen aber alternden Polo und kann den im Schlaf einparken. Und im Pott sind die Parkplätze nicht eben reichlich gesät. Da ich ja noch in der Probezeit bin, muss ich also noch das nehmen, was mein AG mir gibt. Und so standen nun ein Golf und ein Puma zur Wahl. Ich Gewohnheitstier wollte natürlich prompt dem VW nehmen. Und doch habe ich schon eine Weile mit den kleinen SUVs geliebäugelt. Und dann hab ich ihn spontan genommen. Und noch während die Papiere fertig gemacht wurden, wollte ich mich schon wieder umentscheiden. Aber ich blieb dabei. Und er fährt sich echt super. Piept sofort los, wenn es wo eng wird und beim rückwärts fahren geht die Kamera an. Erleichtert die Sache sehr, die neuen, recht üppigen Maße besser einzuschätzen. Ansonsten ist mir da etwas zu viel Kirmesgeblinke drin. Aber gut. Auch ist er nach oben hin etwas knapp bemessen. Plus eine recht große Konsole um den Rückspiegel, die mir etwas die Sicht nimmt. Da hab ich mir jetzt schon ein paar Mal den Kopf gestoßen. Mal sehen, was es dann letztendlich wird. 

Mit reichlich Glutamat im Bauch haben wir dann noch etwas die Sonne genossen und auch wenn ich auf der Stelle hätte ins Fresskoma fallen können, habe ich noch fix den Einkauf erledigt. Und die Bewegung tat auch gut, also Zuhause noch Wäsche aufgehängt und im Netz weiter nach einem neuen Heim gesucht. Aber ich bin auch jetzt immer noch sowas von satt. Also fiel das Abendessen aus. Na gut, so ein oder sechs Toffifee gehen immer 😎

Und eigentlich müsste ich die Arbeiten für ein Geburtstagsgeschenk beginnen, aber die Couch ist einfach gerade sowas von bequem. Ich fürchte das wird heute nix mehr 😄

Ich gehe also mal schauen, was heute sonst noch so bei WMDEDGT los war.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel


Sonntag, 30. August 2020

Hallo Herbst?

 Ja, ich weiß, dass wir offiziell noch Sommer haben. Aber nach dem Temperatursturz fühlt es sich gerade eher wie Ende September an. Mir ist so richtig herbstlich. Aber ich glaube, man kann sich zumindest wettertechnisch nicht über das Jahr 2020 beschweren. Wir hatten ja doch einige schöne Tage bisher. Wenn auch etwas trocken. Aber irgendwas ist ja immer.

Die Äpfel sind fast reif. Das wissen die Eichhörnchen auch und ich hoffe, ich kann wenigstens ein paar Äpfel retten. Denn ein bis zwei Wochen brauchen sie noch, bevor ich pflücken kann. Auch die Himbeeren sind reif, aber ich tue mich schwer damit sie zu ernten, denn die Pflanze stand recht unglücklich unter einem Vogelnest und hat so einiges abbekommen. Auch wenn der Regen das meiste weg gewaschen hat, ich weiß, dass die Vögel da drauf gemacht haben... 

Morgen geht es für mich dann wieder zurück zur Arbeit. Ich weiß echt nicht, wo die letzten acht Monate geblieben sind. Und auch wenn jetzt so das Gefühl aufkam, noch ganz schnell ganz viel erledigen zu müssen, ich hatte schon vor Wochen die Nase voll vom Faulenzen und freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Hatte letzte Woche schon ein kleines Kennenlernen mit ein paar Kollegen und das hat die Vorfreude nur bestärkt.

Das gute Gefühl und gleichzeitig sehr unerfreuliche Begebenheiten mit meinen Nachbarn haben nun auch dazu geführt, dass ich schon auf Wohnungssuche bin. Wenn alles gut geht, bin ich spätestens im Januar oder Februar hier raus. Und dieses Mal gibt es nicht den Wehmut vom letzten Jahr, denn die Entwicklungen hier sind unerträglich. Ich musste noch nie im Leben die Polizei rufen. Eine traurige Premiere, auf die ich gern verzichtet hätte...

Entsprechend habe ich die  letzte Woche dazu genutzt um das Netz nach einer neuen Bleibe zu suchen. Ein ganz tolles kleines Häuschen hatte ich gesehen, aber war schon zu spät. Eine andere Wohnung sah im Netz so toll aus, aber als ich die Adresse bekam stellte sich heraus, dass direkt unter dem Balkon ein Restaurant ist und gegenüber eine Schule. Also neee, eher nicht so. Ich such mal weiter. Ich werde künftig auch öfter von Zuhause aus arbeiten und dann brauche ich nicht nur ein Arbeitszimmer, sondern auch die entsprechende Ruhe.

Auch ein paar kleinere Reparaturarbeiten habe ich hier begonnen, denn mein potenzieller Nachmieter
hat es sich angesichts der letzten Entwicklungen hier jetzt auch anders überlegt. Ich kann es verstehen. Also werde ich wohl komplett renovieren. Zumindest das Streichen werde ich machen lassen. Hatte mir schon Angebote im Netz geholt. Bei dem fast drei Meter hohen Decken hier plus Höhenangst, da lass ich lieber einen Fachmann ran. Ich werde mich dann noch an den Türzargen auslassen, zumindest in Küche und Bad. 

Aber ein bisschen Herbstdeko muss doch noch sein. Also habe ich heute angefangen Kürbisse zu bemalen. Auf der Suche nach der restlichen Deko habe ich mal wieder geflucht. Selbst in so einer kleinen Wohnung verlieren sich noch Sachen. Oder gerade dort, weil ich die Sachen immer so weg räumen muss, wo gerade Platz ist. Das wird sich bald ändern 😎

Kommende Woche bekomme ich dann auch mein neues Auto, bzw. den Firmenwagen. In der Probezeit erstmal noch vom AG ausgewählt. Ich bin gespannt und hoffe, dass es nicht so eine riesige Karre ist. In den kommenden Monaten muss ich mir dann mal Gedanken machen, was ich künftig fahren will. Aber das hat jetzt erst mal noch Zeit.

Jetzt genieße ich erst mal noch den Rest vom Sonntag. 

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel 




Montag, 17. August 2020

Durchatmen

Puh, die Hitzewelle macht endlich eine Pause. Also, ich mag den Sommer ja wirklich, aber alles über 35 Grad in diesem Land ist einfach die Hölle. Aber heute sind es mal "nur" 25 Grad und ich konnte mal den ganzen Tag die Fenster offen lassen. 

Eigentlich wollte ich seit neun Uhr am Schreibtisch sitzen und lernen, aber seit gestern macht mein Magen-Darm-Trakt Sperenzchen. Also war ich erst ab Mittag halbwegs einsatzfähig und hab erstmal mit dem Antragsprozess für die Prüfung begonnen, denn meine Unterlagen dazu sind nun auch angekommen. Die ganze Sache wurde dann eine Nachmittagsfüllende Beschäftigung, obwohl ich alles Infos schon zusammen hatte. Nun heißt es warten. Im schlimmsten Falle komme ich ins Audit. Was mich bei meinem Karma nicht wundern würde. Aber dann dauert es halt eben noch ein paar Tage länger. Ich erfülle alle Anforderungen und muss deshalb nix befürchten.

Was mir schon noch weiter Kopfschmerzen macht, ist die Frage, wo ich die Prüfung nun ablege. Es gibt zwei Optionen.

1. Zuhause

Wird auch als: "Mach den Test im Schlafanzug wann immer du willst", angepriesen. Klingt erst mal verlockend, ABER: Da wären zunächst mal meine Nachbarn aus der Hölle, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Anfälle haben, da wäre mein Blutdruck dann an der Decke und die Konzentration futsch. Dann wäre noch das Risiko, dass mein Internet abraucht. Tut es zwar nur selten, aber bei meinem Karma, wer weiß. Bisher konnte ich auch keine belastbaren Infos bekommen, wie empfindlich das System bei kleineren Unterbrechungen ist. Und Unbekannte sind immer gemeine Risiken. Will man nicht.

Option 2 wäre: Im Testcenter

Gibts sogar zwei hier ums Eck. Mein Problem damit ist: Laut der Orga muss ich dann vier Stunden mit Maske da sitzen. Der Test an sich ist schon extrem, aber das alles dann noch unter Sauerstoffmangel, mit juckender Nase und Schweißausbrüchen - keine gute Idee. 

Also hab ich erstmal so spitz zulaufende Masken geordert, um zu probieren, ob das besser geht. Leider nein. Die Dinger liegen zwar weniger auf dem Gesicht, sind dafür dicker, riechen komisch und ich atme mir quasi die ganze Zeit in die Augen, was nach zehn Minuten dazu führte, dass meine Kontaktlinsen sehr unangenehm wurden. Verdammt. 

Dann gibts ja immer mal wieder so Leute, die so einen Plastikschild mit Kopfband tragen. Also hab ich heute mal um Testcenter angerufen um zu checken, ob die Dinger wohl erlaubt wären. Die Dame hatte diese Dinger noch nie gesehen und war sich auch nicht sicher, ob meine Prüfung derzeit angeboten würde, sagte dann aber, dass ich die Maske nicht in der Prüfung tragen müsste. Man könnte mich auch allein in ein Zimmer setzen. WHAT??? Da war ich schon ziemlich erleichtert. Das würde alle meine Probleme lösen. Jetzt will sie Morgen nochmal zurück rufen, ob meine Prüfung denn bei denen noch gelistet ist. Ich drücke mal die Daumen.

Die Prüfung auf später verschieben, ist keine Option, denn ab 2021 kommt ein neues Themengebiet hinzu, also müsste ich nochmal in den Kurs und es wird vorerst kaum gute Vorbereitung dazu geben. Also zu viel Risiko. Und außerdem will ich das von den Füßen haben, bevor es zurück zur Arbeit geht.

Hachja, bin ich froh, wenn das alles vorbei ist. Ich hatte mich auch durchaus schon gefragt, warum ich mir das alles antue. Aber ich wollte das schon so lange machen, ich will das jetzt endlich durchziehen. So.

Für heute ist jetzt aber erst mal Feierabend. Ich werd mal früh ins Bett gehen und hoffe, dass ich Morgen wieder fit bin.

Viele Grüße aus Ruhr York

Pottnudel





Mittwoch, 12. August 2020

12 vom 12.08.20

Eigentlich wollte ich hier heute als erstes Bild den Sonnenaufgang in der blühenden Heide posten. Aber das Wetter spielte nicht mit. Also hab ich weiter geschlafen und dann erst Mal die Fenster aufgerissen. Es kühlt hier auch nachts nicht mehr unter 22 Grad ab, aber das ist schon arktisch im Gegensatz zu den Tagestemperaturen. Speziell in der Sonne.

Frühstück fällt bei dem Wetter aus und ich versuche auch gar nicht erst nach dem Duschen meine Haare zu föhnen. Einfach hochbinden, fertig. Ab gehts zum Frauenarzt. Die jährliche Kontrolle steht an. Danach zum Bäcker, denn so langsam knurrt der Magen. Danach zur Post, meinen Arbeitsvertrag zurück schicken 😎

Erst muss ich mangels Parkplätzen eine Extrarunde drehen, dann geht der Parkscheinautomat nicht, dann hat die Post zu. Warum auch immer, das passiert hier immer mal wieder. Okay, also Marke aus dem Ekelautomaten ziehen. Mein Magen knurrt inzwischen drohend und NINA heult auch schon wieder rum. Es wird heiß sagt sie. Hätte ich bis auf die Pfützen in meinen Schuhen fast nicht bemerkt. Also erst mal nach Hause und umziehen. Ich habe meine Sommer-Schlafanzüge (Shorts und Top) vorübergehend zur Hausbekleidung umdeklariert. Denn alles andere ist zu warm. Wer sieht das schon, außer mal dem Paketboten. Und der hat sicher schon schlimmeres gesehen.

Und wieder heult NINA, jetzt warnt sie vor Hochwasser. Beim Blick in den strahlend blauen Himmel, hab ich da grad so meine Zweifel. Allerdings kann es hier lokal tatsächlich immer Mal schnell Unwetter geben. Da der Boden teils so ausgetrocknet ist, nimmt er das Wasser nicht auf und schon sind die Straßen überschwemmt. 

Dann wird der Sonnenschirm aufgespannt und mit Tüchern bestückt. Es macht echt einiges aus, wenn sich Wände und Platten nicht so aufheizen.

Derzeit sind Latschen Pflicht auf der Terrasse, denn überall liegen tote Wespen. Nicht, dass die Viecher zu meinen Lieblingstieren gehören, aber trotzdem tun sie mir irgendwie Leid. Manche laufen auf dem Boden im Kreis, andere fallen einfach tot von den Wänden. Zusätzlich zu den zwei Teichen habe ich weitere Schalen mit Wasser im Garten verteilt. Trotzdem leiden viele Tiere gerade. Vorgestern auf dem Supermarkt-Parkplatz saß ein Rabe mit weit offenem Schnabel. Ich wollte ihm Wasser geben, aber das hat er nicht kapiert und ist weg gehüpft. Bitte denkt bei dem Wetter an die Tiere und stellt Wasserschalen auf!

Und dann gibts endlich was zu essen.

Die Küche bleibt hier derzeit kalt. Wenn überhaupt wird draußen "gekocht".

Danach kann ich das am Morgen gewaschene Oberbett schon wieder von der Leine holen. Das ist immerhin ein Vorteil, die Sachen trocknen gerade in Null Komma Nix.

Ich stelle noch eine Maschine an, dann geht es wieder ans lernen.

Dieses Teil pustet mir dabei kühle Luft zu. Es hat sich vor allem nachts schon in wenigen Tagen bezahlt gemacht. Dank Timer geht es irgendwann aus, aber ich kann einfach viel besser einschlafen.

Zwischendurch stelle ich meine Füße ins kalte Wasser. Das tut einfach nur gut.


Nach heißen Tagen brauche ich abends immer etwas salziges. Es gibt Cracker mit Ziegenkäse und Honig und Serrano gefüllt mit Frischkäse. Lecker. 


Und das waren dann schon wieder 12 Bilder. Weitere Galerien gibt es hier.  

Verschwitzte Grüße aus Ruhr York

Pottnudel 


12 vom 12.6.2025

Der Sommer zieht ein im Pott. Die nächsten Tage werden hochsommerlich. Heute musste ich mich aber erst nochmal ins Büro begeben. Mein letzte...